Altwarp – WoMo-Stellplatz am Stettiner Haff

Ich habe hier im Blog in letzter Zeit ein wenig geschludert, ich muss noch einige Womo-Reiseberichte und Stellplatzerfahrungen auf digitalem Papier festgehalten. Hier nun mein erster „Nachtragsbeitrag“:

P1140543Wer einen ruhigen und stillen Ort zum herunterkommen sucht ist hier genau richtig. Hier gibt es keinen Durchgangsverkehr, von den paar Wohnmobilisten und Bootsbesitzern abgesehen keine Touristenströme – und nicht einmal mobiles Internet, da die in Deutschland verwendeten LTE-Frequenzen in Polen noch weiterhin für Analog-TV genutzt werden gibts in Grenznähe bei allen Netzbetreibern maximal 3G.

Hier im Hafen des Ortes scheint irgendwann in den späten 90ern die Zeit stehen geblieben zu sein, die alte Fährstelle samt und Ein- und Ausreisekontrolle liegt im Dornröschenschlaf und macht den Eindruck als wenn gleich eine Autofähre aus dem polnischen Nove Warpno anlegen könnte. Der einzige maritime Verkehr besteht aber heute nur noch aus ein paar kleinen Fischerbooten, die ihren Fang aus dem Stettiner Haff ausladen und einen alten Kutter der zu besonderen Anlässen als Personenfähre zwischen Polen und Deutschland fungiert.

Direkt neben den Hafenanlagen liegt der Womo-Stellplatz mit durch Hecken abgeteilten Parzellen. Wer seine Sat-Schüssel nutzen möchte sollte die, von der Einfahrt gesehen, rechts liegenden Plätze ansteuern. Die anderen Plätze liegen im Empfangsschatten einiger Pappeln. Die Anmeldung erfolgt beim Hafenmeister auf der anderen Seite des Hafens – auf dem Fußweg dort hin lernt man auch gleich die kulinarische Versorgung durch zwei kleine Fischimbisse kennen. Beide liefern frische maritime Hausfrauenkost in riesigen Portionen. Übrigens stehen neben dem Hausmeisterbüro auch die sauberen Sanitärcontainer, das morgendliche Duschen ist also gleichzeitig ein schöner Frühspaziergang.

Besonders die „Wasserplätze“ beeindrucken mit einem weiten Blick über das Haff, im Norden kann man nachts ganz weit weg die riesige Fackel des neuen Gashafens von Swinemünde sehen. Ab und zu schleichen erstaunlich große Schiffe auf ihrem Weg nach Stettin über den Horizont.

Frischwasser gibts an allen Stellplätzen. Entsorgung ist auch vorhanden, aber ohne Schlauch etwas problematisch da der Ausguß für die Klo-Kassetten mitbenutzt werden soll. Falls es nicht passt – der Hafenmeister kennt eine Lösung… 😉

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