@Google: Fotografieren erlaubt!

Meinetwegen kann Google mein Haus und meinen Hof gerne von der Straße aus fotografieren, ich bitte sogar darum. Sollten Personen oder das Auto mit abgelichtet werden gehe ich davon aus daß Google spätestens nach meiner Forderung danach deren Gesichter und Kennzeichen verpixeln wird. Damit ist dann dem Recht am eigenen Bild und dem Datenschutz Genüge getan und gut ist’s.

Jeder, der an meinem Haus vorbeifährt oder -geht hat schließlich den gleichen Blick und kann die gleichen Fotos machen und im Netz veröffentlichen. Will die Aigner denen das hinschauen, knipsen und deren Flickr-Accounts demnächst auch verbieten? Was ist denn so schlimm daran daß mein Schwiegervater in Ohio sehen kann wie mein Hof im Wendland von der Straße gesehen aussieht? Schließlich kann ich doch das gleiche bei ihm tun und habe es vor und während unserem letzten USA-Urlaub auch reichlich genutzt. Und ich freue mich schon mir in Zukunft vor Geschäftsreisen einmal anzuschauen wie das gebuchte Hotel denn wirklich aussieht, die Prospektfotos von deren Webseiten haben ja dank Photoshop meistens mit der Realität wenig zu tun.

Diese Inflation an Persönlichkeits- und Datenschützern die Googles Streetview behindern wollen geht mir langsam auf die Nerven. Was soll das? Wieso fühlt sich neuerdings jedes Regierungsmitglied, daß schon einmal etwas von Googles Streetview gehört hat dazu berufen seine Besorgnis zu verkünden? Natürlich ist Google eine Datenkrake die bessere Informationen als die Geheimdienste hat, mit einem Unterschied: Bei Google habe ich es in der Hand denen meine Daten zu geben oder nicht, die Schlapphüte tun es einfach ungefragt. Immer diese Bedenkenträger…

2 Gedanken zu „@Google: Fotografieren erlaubt!“

  1. tja, und du glaubst google noch? do no evil?
    was kam letztens raus: street view-fahrzeuge fotografierten nicht nur, sondern ließen auch laser scannen, nach was nur? die selben laserscanner, wie man sie bei autobahnmaut verwendet – nur noch besser…
    das macht ja nix, wenn die mal was vergessen anzugeben. passiert jedem mal.^^

    und natürlich glaubst du ihnen auch, wenn sie versichern, die gesichter und „kennzeichen“ zu verpixeln. jetzt erst recht, wo sie so ehrlich waren, auf nachfrage etwas zuzugeben?! mahlzeit. schließe meine äuglein zu, oder was?

    das wissen, schon die ahnung von überwachung verändern dein verhalten, deine meinung, dein denken:
    SCHÖNE NEUE WELT DER ÜBERWACHUNG!

    http://www.fixmbr.de/ich-habe-nichts-zu-verbergen/
    http://www.heise.de/tp/r4/artikel/23/23625/1.html
    http://www.heise.de/tp/r4/artikel/29/29765/1.html

    deine meinung: „ich hab nix zu verbergen!“ ist gefähr/lich/dend.

  2. Aha. Da bin ich also gefährlich und gefährdend weil ich eine andere Meinung als der Mainstream und der Bildleser habe und sie hier schreibe. Wie war das noch eben in deinem verlinkten Film mit der Intoleranz? Geht’s schon los?

    Und noch eine Frage nebenbei: Wenn denn Google so böse ist – wieso hast Du dann eine Mailadresse bei GMail?

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