Ich lebe noch…

… glücklicherweise.

Herzinfarkt? Ja, da kenne ich welche, die hatten so etwas schon einmal. Die sind meistens dick. Oder rauchen wie ein Schlot und bewegen sich kaum.

Das war bisher mein Umgang mit dem Thema – ich selbst kriege doch keinen Infarkt, dazu bewege ich mich zu viel und das bisschen rauchen ist schon nicht so schlimm. Entgegen meiner Meinung hat sich mein Herz Ende August entschlossen doch zu streiken. Durch sehr glückliche Umstände konnte meine Frau mich schnell ins Dannenberger Krankenhaus bringen wo ich sofort reanimiert und versorgt wurde. Wäre dieser Freitag für mich ein „normaler“ Arbeitstag gewesen und kein arbeitsfreier Tag würde ich diese Zeilen jetzt nicht mehr schreiben.

Zwei Monate und ein paar Tage sind nun ins Land gegangen – Intensivstation, Akut-Klinik, drei Wochen Rehabilitation und zum Schluß drei Wochen zu Hause, Zeit für eine Zwischenbilanz:

Was hat sich sich geändert? Ich rauche immer noch nicht wieder (toitoitoi…), ernähre mich ein wenig bewusster und bewege mich auch bewusst mehr. Treppe statt Aufzug, Spazierengehen mit der Frau auch wenn es schon dunkel wird, für kurze Entfernungen das Fahrrad statt Auto. Horche mehr in den Körper hinein, beobachte den Blutdruck zwei Mal am Tag.

Was hat sich nicht geändert? Ich trinke weiterhin ab und zu ein Bier oder einen Malt, wurde von den Ärzten auch nicht auf den Index gesetzt. Currywurst/Pommes bleiben auch. Und um andere tierische Fette egal in welcher Form mache ich auch keinen Bogen…

Ich fühle mich wohler als vorher, obwohl ich nicht beschreiben kann was denn vorher schlechter oder anders war. Trotzdem bleibt eine latente Angst daß es wieder passiert, wohl auch weil mir keiner der Ärzte genau sagen konnte warum denn nun die eine Ader da verstopft war.

Mal sehen wie es jetzt weitergeht – hier im Blog soll es jetzt wieder etwas lebhafter werden…

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