Ferienpark Zierow

Vor einem geplanten Treffen mit den Lüneburger Wohnmobilfreunden in Wismar hatten wir noch ein, zwei Tage Zeit, die wollten wir gerne dort in der Nähe verbringen. Wo also hin? Unsere Wahl fiel auf den Campingplatz „Ostseecamping Ferienpark Zierow„, genau passend zu unserem Wunsch möglichst nah ans Wasser zu kommen. Vor Ort wurde dieser Wunsch auch noch übererfüllt – wir konnten uns einen Platz direkt an der Kante der „Mini-Steilküste“ aussuchen. Das bedeutete zwar einen weiteren Weg zum modernen, sehr gepflegten Sanitärhaus und zum kleinen Campinglädchen – diesen Nachteil nahmen wir bei der gebotenen Aussicht auf die Fahrrinne zum Wismarer Hafen aber gerne in Kauf. Einziger Wermutstropfen war das Restaurant „Oase“ auf dem Campingplatz – dort gibts keinen frisch in der Pfanne zubereiteten Fisch, bei mir befand sich auf dem Teller der Fischplatte „Oase“ ganz offensichtlich fritierte Tiefkühlware. In der Lage (und bei dem Preis fürs Gericht) hätte ich was anderes erwartet…

Stellplatz am Grabower Stadthafen

Noch ein Stellplatz den wir nun auf unserer Liste abhaken können eigentlich kannten wir ihn aber schon von der Wasserseite her aus unserer Sportbootzeit. Damals war in dem großen Neubau am Hafen ein Aldi untergebracht: Höchst praktisch zum Vorräte bunkern, man konnte so mit dem vollen Einkaufswagen direkt ans Boot fahren, wenn man ihn über das Pflaster bugsiert bekam.

Damals schon störte der durchfahrende KFZ-Verkehr auf diesem lauten Pflaster, so ist es heute noch. Der Aldi ist aber inzwischen an die B5 umgezogen, hier war wohl zuwenig los. Nicht versäumen sollte man einen Besuch bei dem Italiener „Restaurante Portofino“ in der Canalstrasse 11. Sehr leckeres Essen zu sehr moderaten Preisen! Das wissen allerdings auch die Grabower zu schätzen, deshalb ist eine telefonische Reservierung Pflicht…
Sehr beliebt ist dieser Platz auch bei Kunden von Caravan-Wendt in Kremmin, die stehen hier oft vor Abgabe bzw. direkt nach Abholung des neuen oder geliehenen WoMos.

Marina Lauenburg

Hierher zur Marina Lauenburg wollten wir schon lange, eigentlich seit dem wir das WoMo haben. Endlich hats geklappt – und wir haben es nicht bereut. Die Betreiberin ist sehr freundlich und bemüht, der Platz verwöhnt mit tollem Ausblick auf die Einfahrt in den Elbe-Lübeck-Kanal. Und an dem Tag als wir dort ankamen gabs zufällig sogar noch Livemusik und leckeres Essen: In Lauenburg wurde die 2017er Kultur- und Kneipennacht gefeiert, der Stellplatz war eine der vielen Locations wo es Musik und interessante Dinge zum Essen gab.


Zu Fuß ist man schnell in der Altstadt mit seinen engen Gässchen, die Preise von SP sind Ok, in der Saison gibts einen Brötchendienst, die Sani-Bereiche sind sauber – was will man mehr.
Ebenfalls sehr empfehlenswert ist die Hafenkneipe „Zum Ancker“ – leckeres Essen bei purem 70er-Feeling:

Hitzacker – Parkplatz, nicht Stellplatz

Quelle: Google Maps

Hier frage ich mich schon einige Zeit, was Hitzackers Stadtherren eigentlich geritten hat:
Da haben sie einen fast komplett ausgestatteten Stellplatz, hier im Landkreis ein Standortvorteil a la bonheur – und der wird per Verordnung zu einem simplen Parkplatz für eine Übernachtung degradiert.
Die Einschränkung, nur eine Nacht stehen bleiben zu dürfen werden sicherlich viele Wohnmobilfahrer als Aufforderung verstehen gleich umzudrehen und in Zukunft fern zu bleiben. Dabei ist das Städtchen allemal einen längeren(!) Besuch wert – glaubt man im Rathaus wirklich, daß Besucher z.B. der Musikwoche mit dem Wohnmobil nur für ein Konzert anreisen oder sonst mit dem PKW um die Belegung der Hotels zu steigern?
Wir haben uns auf jeden Fall gefügt und sind, ehe uns die Büttel verjagen, nach einer Nacht nach Lauenburg weiter gefahren, dort werden WoMo-Fahrer als willkommene Gäste akzeptiert. Selbst das übliche Foto hab ich in Hitzacker vergessen… :-/

WoMo-Stellplatz Bienenbüttel

Bienenbüttel, wieder so ein Ort den ich ohne Geocaching nie aufgesucht hätte. Irgendwie lag Bienenbüttel immer abseits unserer Wege, egal in welche Richtung wir fuhren.

Quelle: Google Maps

Daß es dort einen Stellplatz gibt habe ich erst gemerkt als die Ankündigung eines Geocaching-Events ins Email-Postfach flatterte und wir überlegten ob wir teilnehmen sollten.
Und genau dafür war der Platz auch passend – zum übernachten nach einem Event, ansonsten gibts dort aus meiner bescheidenen Sicht eigentlich nichts was uns dort hingezogen hätte. Sieht man auch daran, daß ich es noch nicht einmal geschafft habe ein eigenes Foto des SP zu schießen. :-/
Preislich völlig OK, Ausstattung auch – daß es dort irgendwo ein öffentliches WC nebst Duschen gibt (wohl in der benachbarten Halle?) habe ich erst auf Bienenbüttels Webseite erfahren…

Caravanstellplatz „An der Rügenbrücke“, Stralsund

Ein moderner Stellplatz mit eben angelegten Parzellen. Netter Platzwart, guter Sanibereich. Die Lage ist leider etwas abseits, in die Altstadt ist es zu Fuß doch arg weit, hier sollte man ein Fahrrad dabei haben. In der Stadt dann ein umfangreiches kulturelles, kommerzielles und kulinarisches Angebot.


Gute Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe des SP, gegenüber gibts einen Wohnmobilhändler mit einem Shop für Campingzubehör. Der Platz wird offenbar von vielen Fährpassagieren nach/ab Rügen zur Zwischenübernachtung genutzt, dementsprechend früh beginnt dort der Abreiseverkehr.

Zingst, CP „Am Freesenbruch“

 

Für unseren Urlaub zwischen den Jahren haben wir uns dieses Mal unter anderem den Campingplatz „Am Freesenbruch“ in Zingst auf dem Darß ausgesucht. Die Bewertungen und Rezensionen hörten sich sehr gut an, mit dem entsprechend hohen Erwartungen kamen wir dort an.

Und unsere Erwartungen wurden sogar noch übertroffen – es fing schon mit dem sehr netten Personal an der Rezeption an. In dem großen Wohnmobilhafen, etwas abgetrennt vom Rest des Campingplatzes gibts viele ausreichend große WoMo-Stellplätze mit wirksamer Drainage im Boden, an jedem Platz gibts Frischwasser, Abwasser, Strom und Antennenanschluß. Der Sanitärbereich ist sehr groß, sehr sauber und mit Fußbodenheizung ausgestattet, die Benutzung der großen Duschen kostet nichts extra. In der Geschirrwaschküche steht etwas für Campingplätze bisher (zumindestens für uns…) einzigartiges: Ein Profi-Geschirrspüler wie er sonst nur in Großküchen Verwendung findet. Der kam uns gerade passend zu unserem Geschirrberg vom Raclette-Abend mit unseren neben uns stehenden Freunden. Nach nur 5 Minuten war das Geschirr blitzblank, sauber und trocken – und dieses Wunderding ist ebenfalls umsonst zu benutzen. Nur Sauna und Wellness kosten extra, der Bereich wird aber von sehr kompetentem und netten Personal betreut.
Das Restaurant hat uns allerdings mit seinen sportlichen Preisen abgeschreckt, es muß aber anhand der vielen Gäste gut sein.

Außerhalb des Campingplatzes gibts sehr viele Möglichkeiten zum spazieren gehen, nicht nur am Ostseestrand und im Ort findet man schöne Ecken, auch im Wald hinter dem CP laden schöne, beschilderte Wege zum wandern ein. Eine Besonderheit ist der von Künstlern gestaltete „Olympus Fotokunstpfad“ mit dem die Fa. Olympus einen etwas anderen Promotionweg geht. An diversen Orten, z.B. auch in der Rezeption des CP, kann man sich umsonst eine sehr gute Olympus Systemkamera (OM-D E-M10 Mark II) ausleihen um diese Motive abzulichten. Die Speicherkarte darf man bei Rückgabe der Kamera behalten. Aus meiner Sicht eine tolle Art, den Leuten zu zeigen daß man mit den meisten Handys nur rudimentär fotografieren kann und was der kreative Unterschied zwischen ‚Knipsen‘ und ‚Aufnehmen‘ ist… Die drei letzten Bilder mit den glänzend reflektierenden Waldfiguren in der Galerie über diesem Absatz und das erste Foto ganz oben sind an so einem Punkt im Wald entstanden – allerdings (noch…) mit meiner eigenen betagten Olympus E620, von der aktuellen Oly habe ich dort lieber die Finger gelassen um (noch…) kein Blut zu lecken.

Aus unserer Sicht ist der Platz absolut empfehlenswert, wir werden bestimmt wieder kommen!

Krämers Wohnmobilhafen, Boltenhagen

Hier fühlten wir uns rundweg wohl – wir wurden sehr freundlich empfangen, konnten uns den Platz aussuchen an dem wir stehen wollten und hatten völlige Ruhe. Kein Wunder, wir waren schließlich Anfang November hier. Die Parzellen sind aus unserer Sicht groß genug, da standen wir schon enger. Sanibereiche sind groß und sauber, daß sie nachts geschlossen werden mag mit dem Hochbetrieb zusammenhängen, der hier im Sommer herrschen muß. Dann in der Hochsaison muß hier der Teufel los sein, ich weiß nicht ob ich dann hier stehen möchte. Wir konnten damit leben, dazu hat man ja sein Klo im Womo.
Zu Fuß durch einen parkähnlichen Wald und die unvermeidlichen Strandvillen ist es nicht weit zum Sandstrand, allerdings ist es sehr weit zu ausgewiesenen Hundstränden – die liegen an den äußersten Enden der Boltenhagener Strandlinie. Fazit: In der Nebensaison gerne, zur Hauptsaison nix für uns.

Kappeln, Nordhafen

Auf dem gekiesten Gelände, auf dem die Fa. Anker-Yachting außerhalb der Saison Unmengen von Segelyachten parkt, kann man auch mit seinem WoMo stehen. Von Bord eines Schiffes auf der Schlei sieht dieser SP richtig schick und gemütlich aus. Direkt vor Ort war der Eindruck dann eher durchwachsen, wir fühlten uns nicht sehr  wohl. Vorteil: Man ist zu Fuß und per Rad sehr schnell in der City von Kappeln, ein Supermarkt ist noch dichter dran. Zum Einkaufen und Bummeln also ein idealer Platz. Nachteil: Die Zahlautomaten, die Sanibereiche und die Entsorgungsstation befinden sich nicht direkt bei den Stellplätzen, es ist ein mehr oder weniger langer Spaziergang nötig. Tagsüber mussten wir dabei Dampfstrahlern zum reinigen der gerade gekranten Boote und flott rangierenden Bootstrailern ausweichen, nachts ist der Weg völlig unbeleuchtet, von den Lämpchen in den Stromsäulen einmal abgesehen. Fazit: Im Sommer vielleicht noch mal gucken…

Stellplatz Förde- und Kanalblick, Kiel

Wer wie wir NOK-Fan ist, ist hier genau richtig. Wer aber Natur pur, Ruhe und gediegenes Ambiente sucht, sollte sich besser woanders hinstellen. Sanitärbereiche, Ver- und Entsorgung sind zwar vorhanden, alles allerdings nicht sehr einladend. Die Stellplatzbereiche selbst sind eher ungepflegt. Und Werktags wird man vom LKW-Verkehr zu dem Mineralstoffhändler in direkter Nachbarschaft wach gehalten.
Für diese Widrigkeiten entschädigt die tolle Aussicht auf die Kieler Förde und auf die Einfahrt der Kanalschleusen, wir standen auf dem „hinteren“ Platz beim Imbiss. Fazit: Für ein, zwei Nächte ganz OK, wird von uns sicherlich noch einmal angefahren.