Sender Höhbeck

Seit über 30 Jahren gehören die beiden Stahlgittermasten der Funkübertragungsstelle Gartow 1/2 zum vertrauten Bild des Höhbecks. Ein Blick zum Berg und je nach dem wieviel man von den beiden rot-weißen Spargeln sieht weiß man ob es klar oder diesig ist und wie tief die Wolken hängen.

Eigentlich sind diese beiden hohen Bauwerke ein Relikt aus dem kalten Krieg: Der kleinere Mast Gartow 1 wurde 1963 gebaut um Telefonverbindungen per Funk nach Berlin zu realisieren und um Radio- und Fernsehprogramme auszustrahlen. Zur Sicherstellung der TV-Versorgung Lüchow-Dannenbergs wäre allerdings sicherlich kein rund 320m hoher Mast direkt an der DDR-Grenze nötig gewesen, man wollte wohl eher so weit wie möglich die DDR abdecken… Und der Mast Gartow 2 wurde sieben Jahre später errichtet um weitere Richtfunkverbindungen nach Berlin-Frohnau nach West-Berlin zu realisieren, die Kapazitäten von Gartow 1 waren schnell ausgeschöpft. Nachdem in 2007 der letzte TV-Sender abgeschaltet wurde sind die beiden Masten nun arbeitslos geworden – Gartow 2 dient noch als große Windmeßanlage und Amateurfunker haben da wohl auch noch einige Relais drauf, Gartow 1 ist inzwischen leer.

Mit dem ersten Mast (Gartow 1) soll es deshalb nun bald vorbei sein – nach einem Artikel in der EJZ sollte der Mast eigentlich am 31.12.08 um 24:00 Uhr per Sprengung demontiert werden. Wegen Asbestproblemen ist dieser Termin erst einmal verschoben worden, genaueres ist z.Zt. nicht bekannt. Laut der aktuellen Gerüchteküche soll der Mast durch kappen der östlichen Pardunen in ganzer Länge nach Westen umfallen, über die Straße zur Schwedenschanze hinweg. Schauen wir mal – egal wie das Ding heruntergeholt wird, da will ich dabei sein…

8 Gedanken zu „Sender Höhbeck“

  1. Schade eigentlich…. der Turm gehörte zu meinem gewohnten täglichen Bild und wird mir fehlen. Wäre gern einmal ganz oben gewesen, um die Aussicht zu genießen.
    Gruß!
    P.S: Bild 11 zeigt offenbar den „Standfuß“ des Turms? Unglaublich!

  2. Hallo…

    Ich persöhnlich finde es auch sehr schade denn ich wohne nun schon 18 jahre in Lenzen/Elbe und sehe beide türme jeden tag aufs neue und bewundere diese Technik… Auch ich wäre sehr gern mal ganz oben gewesen.. wie mone schon sagt…. um die aussicht zu genießen….

    Selbst in der 34 km entfernten Kreisstadt Perleberg kann man sie noch sehen….

    Für mich sind die beiden Türme zu einem Wahrzeichen geworden…

    Naja is schon traurig…

    LG sebastian

  3. Das ist in der Tat sehr traurig und kann ich sehr gut nachvollziehen. Denn hier in Berlin-Frohnau wurde der große Richtfunkmast (Gegenstelle nach Gartow) bereits im Februar gesprengt. Und damit ist der Norden von Berlin um ein Stück Deutsche Geschichte ärmer. In diesem Zusammenhang gibt es übrigends eine ganz interessante Internetseite:

    http://www.richtfunkmast-frohnau.de/index.htm

    Gruss

    Holger

  4. Nun ist es bekannt, am 20. August 2009 um 12:00 Uhr Mittags fällt
    ein stück Geschichte um.
    Jahrelang hat man diese Türme als Wegweiser genommen, nun
    bleibt uns nur noch einer.
    Wir werden dabei sein, wenn ein Wahrzeichen fällt.
    Gruß Birgit

  5. War heute mal an der Stelle, wo der Turm jetzt erstmal liegt. Ist schon traurig das zu sehen, vor allem, ich kenn die beiden Funktürme nur im Doppelpack, an das neue Bild muss ich mich erstmal gewöhnen.

    Kann man eigentlich nochmal irgendwo Bilder sehen, als der Turm Schritt für Schritt fiel? Konnte leider nicht live dabei sein…

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