9GAG drückt für euch „Gefällt mir“…

…auch wenn ihr es garnicht wollt!

9gag1Ist euch bei FB in letzter Zeit aufgefallen dass einige eurer Freunde oft Meldungen von einer Facebookseite namens 9GAG, also sowas wie dieses hier links liken? Oder werdet ihr von Freunden darauf angesprochen dass ihr sowas sogar schon selbst geliked habt, wisst aber von nichts? (So ging es mir… 🙁 ) „9GAG drückt für euch „Gefällt mir“…“ weiterlesen

Eine Action Cam? Braucht kein Mensch!

…hab ich jedenfalls bisher gesagt.

Bis ich vor kurzem einmal als Treiber an einer Drückjagd teilnehmen durfte. Sowas, wo eine Menge grün angezogene Leute, möglichst viel Lärm machend, in einer Reihe nebeneinander durch den aufgeräumten Wald latschen und das Wild vor sich her treiben. Das ganze ein Mal, und gut ists.

Weit gefehlt, das war wohl früher mal so!
Ich bin, eine orange Weste tragend, nach einem ausgeklügelten Kurs durch das Revier geführt worden, nicht gerade leise, aber ohne Krawall. Mein GPSR hat danach eine zurückgelegte Distanz von lediglich 7 km angezeigt. Dies waren die bisher anstrengendsten 7 km Waldspaziergang, die ich jemals gemacht habe. Einige meiner Muskeln waren am nächsten Tag der Meinung, daß es mindestens 15 km waren – immerhin habe ich diese Muskeln dabei aber kennengelernt, ich hatte vorher von ihrer Existenz keine Ahnung… „Eine Action Cam? Braucht kein Mensch!“ weiterlesen

Frische Tapeten im Blog

Edit: Noch ein Umstieg, nun auf das in WP eingebaute Twenty Sixteen. Grund: Bei Full Frame war es nicht hinzubekommen, den verlinkten Headertext immer anzuzeigen.
~~~ Beginn des alten Beitrags ~~~
Eigentlich wollte ich ja dem alten Design des Blogs nur ein paar neue Headerbilder spendieren…
Kurz vorher war mir aber dieses WordPress-Theme aufgefallen – ich blieb nur dran hängen, weil im Headerbild der Beispielversion eine klassische Olympus-SLR abgebildet ist die ich auch noch im Schrank liegen habe. Das alte Design mit seiner statischen Breite war mir ja eh schon seit einiger Zeit ein Dorn im Auge, bisher fand ich aber nichts was mir gefiel. Also ein wenig drin rumgeklickt und rumprobiert, es ist schlicht und unaufdringlich gestaltet und lässt sich auch noch in weiten Teilen konfigurieren.
Deshalb ab jetzt mal etwas modernes ohne Schnickschnack mit dynamischer Breite, bisher find ich es gut. Und weitere, neue Headerbilder werden in diesem Design auch noch kommen…

Hype um einen Honigtopf

In den letzten Wochen hatte dieses kleine, unbedeutende Blog eine Menge Besucher – Grund war ein kleiner Hinweis den ich in den Listing einiger Geocaches untergebracht hatte. Hintergrund dabei war die Tatsache, daß einer der mutmaßlichen Urheber der Mysterie-Datenbank in einer lokalen, geschlossenen Facebookgruppe Mitglied war und dort fleißig mitlas – allerdings entgegen seiner üblichen Gewohnheiten nichts zu dem Hack und der Datenbank kommentierte. Selbst als ich dort den bewussten Hinweis zu der später so genannten „Prangerseite“ veröffentlichte blieb diese Person in Deckung. Allerdings tauchte der Hinweis plötzlich unvollständig zitiert in einem anderen Blog auf und kurze Zeit später schlug bei einem meiner Caches das erste SBA-Log auf. Ein Schelm, wer böses dabei denkt…

Damit verselbstständigte sich die Sache leider in eine unbeabsichtigte Richtung und vor allem in von mir überhaupt nicht erwartete Dimensionen. Was als Honeypot für eine Person gedacht war, war plötzlich Thema in sozialen Netzen, Foren und weiteren Blogs. Dabei war der Tenor in den Äußerungen bis auf Ausnahmen durchweg „Ich will das Spiel spielen wie ich will, der darf meinen Namen nicht veröffentlichen, nicht mal den GC-Nick“. Stimmt, die hatten alle Recht, für mich wäre das zumindest eine Missachtung ihres Rechts auf informationelle Selbstbestimmung. Aber sie haben zwei Dinge übersehen: Erstens hatte ich auf der Seite überhaupt noch keinen Namen genannt – das war auch nie geplant, genau so wenig wie Nachfragen meinerseits oder Notes zu den Foundlogs. Und zweitens hätte es doch jeder in der Hand gehabt, nicht in der Liste aufzutauchen – er hätte das Spiel eben nur fair spielen müssen.
Statt dessen haben sich die vielen Bedenkenträger nun per Realname, GC-Nick oder Sockenpuppe selbst in ein Licht gebracht, in dem sie nie stehen wollten. Der Honeypot hatte also doch gewirkt, nur nicht in der Weise wie ich mir das gedacht hatte.

Da die Sache nun anders als geplant lief (inzwischen waren aus Sicht der Bedenkenträger viele meiner Caches archivierungswürdig), hatte ich in einer Note die Absicht geäußert, die Angelegenheit von einem Reviewer begutachten zu lassen. So wollte ich herausfinden ob die Cache-Owner aus Sicht von Groundspeak eine Möglichkeit haben, den Mißbrauch der geleakten Finalkoordinaten zu verhindern. Auch dabei ich mich getäuscht, ich bekam keine Post von einem Reviewer, sondern von Groundspeak selbst.
In sehr freundlichem Ton wurde ich gebeten den Hinweis herauszunehmen, was ich nach einigen Mails hin- und her auch gerne gemacht habe, er war ja nur Teil des Honeypots. Da Groundspeak mich gebeten hat den gesamten Mailaustausch vertraulich zu behandeln, kann ich leider nicht daraus zitieren. Nur soviel: Ich werde meine existierenden Mysteries und Multis Zug um Zug per Finalverlegung für faire Geocacher wieder spielbar machen, bei einem gehts allerdings nicht, auf den passt aber unser Hofhund aber auf. Weitere Mysteries und Multis werde ich bis auf Weiteres nicht mehr erstellen.

Mein Fazit aus der Angelegenheit: Wenn Groundspeak nicht angemessen reagiert, wird sich Geocaching in der bisher bekannten Form über kurz oder lang von selbst erledigt haben. Die Vielfalt, die den Reiz des Spieles ausmachte wird sich in Eintönigkeit wandeln. Denn die Datenbanken werden weiter gepflegt werden und von den Falschspielern weiter fleißig genutzt werden – und damit wird den Ownern und ehrlichen Geocachern der Spaß genommen. Und ist die Vielfalt erst einmal weg, bleiben nur noch Tradiketten und eventuell einzelne alte Tradis an schönen Orten. Schade drum…

BTW: Dies ist ein moderiertes Blog, will heißen das Kommentare nicht sofort sichtbar sind und von mir einzeln freigegeben werden. Kommentare mit erfundenen Namen lasse ich gerne zu, allerdings sollten sie sachlich sein. Was in den letzten Tagen hier im Spamfilter hängen geblieben ist, geht auf keine Kuhhaut…

Wie ein Spiel von seinen Spielern zerstört wird

Warum schreibe ich das hier? Gute Frage, eigentlich ist ja in diversen Blogs, Foren und Sozialen Netzen schon genug darüber geschrieben worden wie eine kleine Minderheit von Geocachern gerade versucht, das Spiel neu zu definieren und allen anderen Spielern ihre Spielweise aufzuzwingen.

Dieser Minderheit sind Mysterie- und Multicaches ein Dorn im Auge, diese Leute möchten Punkte sammeln und nicht erst Umwege oder Rätsel bewältigen müssen um loggen zu können. Um einfach an die finalen Koordinaten zu kommen, wurden deshalb geheime Facebookgruppen zum austauschen der Koordinaten angelegt. Zuerst wurden dort einzelne Lösungen ausgetauscht, mit der Zeit wurden es kleine gpx-Dateien –  und zum Schluß wurde ein Geocheck-Server gehackt, dessen Datenbank abgezogen und veröffentlicht. Der Verlauf ist hier und in den folgenden Beiträgen auf Ulfs Blog gut zu verfolgen gewesen. Rund 28.000 Geocaches mit verborgenen Finalkoordinaten wurden auf einen Schlag zu simplen Tradis wie man sie in jeder x-beliebigen Pissecke findet. Wunderschöne, aufwändig gemachte Mysterieserien, für die die Owner Geld und Zeit investierten und ehrliche Finder Wochen zur Lösung benötigten, waren plötzlich nur noch ein einfacher Powertrail, den man an einem Nachmittag finden und loggen konnte.

Die Reaktion der Owner war so vielfältig wie das Spiel – manche deaktivierten bzw. archivierten ihre Caches, manche verlegten den Final und manchen ist es egal. Ich habe mich entschlossen, denjenigen Cachern, die die geleakten Koordinaten verwendet haben ein wenig Aufmerksamkeit zu widmen. Das kann ich machen weil ich verhältnismäßig wenige Caches besitze und die auch noch ziemlich wenig gefunden werden. Dazu habe ich in den Listings der Caches folgenden Hinweis platziert:SpielverderberhinweisEs dauerte nicht lang bis die ersten Reaktionen kamen, auch die waren wieder vielfältig:

Hier kann man gut sehen, wie sinnentstellendes zitieren funktioniert – man lässt einfach die oberste und unterste Zeile weg, schon passt es zu dem was man loswerden will. Man schreibt von Drohungen, Verpflichtungen, Rechenschaft ablegen, übersieht geflissentlich meinen Vorbehalt und fragt sich wo das denn wohl hinführt. Immerhin fragt ein Kommentator wo das Spiel aktuell schon hingekommen ist…

Kurz darauf kam bei unserem Hauscache das, was ich erwartet hattee – ein SBA-Log, was nicht ins Weltbild bzw. in die eigene Spielwelt passt muß weg. Auch wieder mit Dingen garniert von denen nie die Rede war. Und da doppelt ja besser hält, schiebt man noch ein zweites SBA-Log hinterher, scheinbar wurde der fundlose Sockenpuppenaccount genau für solche Zwecke bei Groundspeak angelegt. Ich bin gespannt, mal sehen wann und wie ein Reviewer darauf reagiert.

In den weiteren Kommentaren im eben verlinkten Blog, der/die SBA-Logger scheinen mit der Webseite irgendwie in Verbindung zu stehen, kann man gut erkennen wes Geistes Kind diese Spielverderber und Falschspieler sind:
Zitat: „Wenn der Finder im Logbuch steht darf er den Cache loggen,ohne Angst haben zu müssen als Betrüger diffamiert zu werden.“ Soso, wer also gedopt ins Ziel kommt, beim SuperG Tore auslässt oder die Langslaufrunden im Stadion über den Rasen abkürzt darf nicht als Betrüger entlarvt werden?
Zitat: „Das öffentliche Anprangern sowohl auf der HP des Owners,als auch in den Logs seiner Listings setzt aber dem ganzen die Krone auf.“ Ja wirklich, Ullrich und Armstrong sind ja auch wirklich zu bedauern gewesen dass sie in den Zeitungen ihren Namen immer lesen mussten. Wieso wollen die Schummler denn eigentlich keine Öffentlichkeit, ist doch angeblich alles OK und regelkonform? Doch ein schlechtes Gewissen?
Zitat: „Tja wenn man es nötig hast seinen 3x im Jahr gefundenen D5 zu archivieren weil man Angst vor Leuten hat, die das gleiche Hobby teilen, dann ist man wohl selbst ein bisschen der Spielverderber.“ Ach so, wir Owner sollen nun gefälligst auch noch still halten und akzeptieren dass Betrüger den D5/T4 als D1/T1 machen? Oder sollen wir euch das Leben noch leichter machen und die Finalkoordinaten gleich ins Listing schreiben?
Zitat, gleicher Autor wie eben: „Ist doch schön wenn die Dose gefunden wird, darum gehts, draußen sein und Spaß haben. Leben und leben lassen.“ Richtig, es ist schön wenn die Dose gefunden wird. Aber nur wenn es so passiert wie es sich der Owner gedacht hat, denn er hat einen kniffligen/langen Mysterie/Multi gelegt, keinen DriveIn-Tradi wie ihr ihn gerne hättet!

Undsoweiterundsofort, man könnte noch viel abgründiges aus den Blogs, Foren und FB-Gruppen zitieren. Immer gehts darum daß man das Spiel so spielt wie man will, aber genau dies den anderen nicht zugestehen mag. Traurig…

Ich frage mich immer noch warum ich das hier schreibe, wahrscheinlich nützt es nichts. Aber ich will nicht tatenlos zusehen wie von betrügerischen Typen, die nicht in der Lage sind die Konsequenzen ihres Verhaltens zu erkennen, ein schöner Zeitvertreib kaputt gemacht wird. Und immerhin hab ich mal meinem Frust freien Lauf gelassen…

Netzperle

Zitat aus einem Forumsfooter:

Wenn ich immer nur darf, wenn ich soll und nie kann, wenn ich will, dann mag ich auch nicht, wenn ich muss. Wenn ich aber darf, wenn ich will, dann kann ich auch, wenn ich soll und dann mag ich auch wenn ich muss.
Denn schliesslich: Die, die können sollen, müssen wollen dürfen!

Google Streetview – was für ein bekloppter Hype…

Der Wahnsinn geht weiter – hat die Journallie nix besseres zum Sommerloch füllen?

– Der Boss der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, hält es für möglich per GSV (Google Streetview) virtuelle Polizeistreifen durchzuführen. Es ist ihm allerdings rechtlich unklar ob diese Streife möglich ist.
An alle Polizisten: Was wählt ihr euch eigentlich für peinliche Personalvertreter? Kleiner Tip, falls der Knabe ein Beispiel für die Medienkompetenz aller Kollegen ist – ein Computer ist dieser komische Fernseher mit der ganz flachen Schreibmaschine davor…

– Jeanette Biedermann, stellvertretend für viele weitere B-Promis in der BILD: „Ich werde mein Haus schwärzen lassen. Ich glaube nicht, dass die Verantwortlichen von ‚Street View‘ glücklich wären, dass man ihnen beim Nacktbaden im Garten zuschaut.“
Liebe JB-Fans, ehe ich jetzt was über Haarfarben schreibe: Sagt ihr der Schickse bitte einmal daß auch ihr Haus nicht permanent von Google per fliegendem Auge beobachtet wird? Und daß die Typen die vor dem Haus mit den langen Tüten vor der Kamera stehen von allen möglichen Boulevardblättern geschickt wurden um Tittenbilder von ihr zu machen damit es mit der Karriere weitergeht? Sie kann also gerne im Garten nacktbaden gehen, es ist alles in Ordnung…

– Wie kann man nur so blöde sein gegen GSV zu protestieren und sich dann in der Zeitung vor seinem Haus abbilden lassen?
Diese Leute da im Rheinland können sich eigentlich nur noch mit ihrem Alter rausreden.
Hier frage ich mich viel mehr was sich die Typen von der Zeitung gedacht haben als sie den Artikel online stellten. Absicht? Realsatire? Schlichte Dummheit? Oder vielleicht: „Heute machen wir zur Abwechslung mal Qualitätsjournalismus!“?

– Der Aigner gehen jetzt scheinbar langsam die Argumente aus – jetzt ist plötzlich die Widerspruchsfrist zu kurz. Weil die Leute ja im Urlaub überrumpelt wurden. Vorher war der forschen Ilse die Kamera zu hoch, 2.9m würden mit der Panoramafreiheit nicht vereinbar sein.
Zu der Tante fällt mir langsam nix mehr ein. Warum sagt ihr niemand daß man auch hinterher und für alle Ewigkeit verpixeln lassen kann? Oder hat ihr es schon jemand mitgeteilt und sie will es einfach nicht kapieren? Die verhält sich nur noch verbohrt und zickig, das hat sie sich wohl bei UvdL abgeguckt als die Stopschilder im Internet aufstellen wollte. Wenns nach ihr ginge müsste ich scheinbar alle Bilder löschen die ich einmal aus einem Berliner Sightseeing-Bus geknipst habe – die sind ja aus einer Höhe von rund 3,50m gemacht und damit wohl nach ihrer Meinung nicht panoramafrei…

Und bei der ganzen völlig überzogenen Diskussion um Googles Dienst etabliert sich ungestört die Konkurrenz, längst mit Bildern aller großen Städte online. Glaubt keiner? Na, denn einfach mal hier klicken: http://www.sightwalk.de/ (gerade wegen Überlast offline, die sind wohl heute erst bei heise.de verlinkt oder erwähnt worden. Oder ziehen sie gerade wegen den Diskussionen den Schwanz ein?)

Ich könnte drum wetten daß in einem Jahr nach GSV kein Hahn mehr kräht. Wenn der Dienst erstmal online ist wirds noch einmal eine große Welle geben, sicherlich mit in der BILD veröffentlichten peinlichen Bildern von Leuten die irgendwo pinkeln oder hinfallen. Kennt man ja aus den anderen Gegenden wo der Dienst schon länger läuft zur Genüge.

Und dann wird die Karawane weiterziehen um sich woanders künstlich aufzuregen – mal sehen was in einem Jahr dran ist…