Norwegen 2014 – die wilden Vierbeiner

Norwegen, das Land der Elche und Rentiere!

Befreundete Jäger, die dort schon einmal zu Jagd eingeladen waren, berichteten daß zumindestens das mit den Rentieren stimmt. Elche hätten sie aber nicht einen zu Gesicht bekommen. Marina erzählte uns aber daß man die großen Tiere durchaus mal auf Wiesen sehen könnte, sie würde regelmäßig auf ihrem Weg zur Arbeit welche sehen. Also schauten wir jedes Mal, wenn wir unterwegs waren die Wiesen links und rechts ob da nicht mal ein Elch herumstehen würde. Nix, an den ersten Tagen bekamen wir „nur“ Rentiere vor die Linse:

Auf dem Asphalt im zweiten Bild kann man deutlich sehen daß Rentiere High-Heels tragen, oder? 😉

Am späten Abend des 31.8. fuhren wir zu einem Geocaching-Event nach Trondheim – wir fuhren also genau auf Marinas Arbeitsweg. Und kurz hinter Selbu war es endlich soweit, diese Familie hier stand auf einer Wiese herum:

Es war schon nach 21 Uhr, grottenschlechtes Licht. Mit 3200 ASA im Hochempfindlichkeits-Mode lieferte Pams Panasonic dies hier...
Es war schon nach 21 Uhr, grottenschlechtes Licht. Mit 3200 ASA im Hochempfindlichkeits-Mode lieferte Pams Panasonic dieses undeutliche Bild. Das muß besser gehen…

Nun hatten wir endlich einen Spot. Also am nächsten Abend um 20 Uhr wieder dort hin, das Auto so hingestellt daß wir die Kamera auf den Außenspiegel legen konnten. Bei mehr Licht wurden die Ergebnisse etwas besser:

Tags darauf waren wir noch einmal dort, da waren die Tiere allerdings wesentlich nervöser…

Damit konnten wir den letzten Wunsch für unseren Norwegenurlaub abhaken, denn schon am 31.8. wurde unser vorletzter Urlaubswunsch erfüllt – Polarlicht:


Diese Bilder sind erst entstanden als wir uns an diesen wabernden Lichtvorhängen satt gesehen hatten. Leider hatte ich überhaupt keine Erfahrung was die Fotografie dieses Schauspiels angeht, diese Bilder sind deshalb extrem bearbeitet damit sie wenigstens halbwegs vorzeigbar sind … nächstes Mal bin ich besser vorbereitet.

Das war der letzte Beitrag zu unserem ersten Urlaub in Norwegen. Wir planen schon den nächsten, dann aber im Winter und per Flugzeug…

 

Norwegen 2014 – die zahmen Vierbeiner

Heute soll es sich hier um diverse Vierbeiner drehen. Vorher möchte ich aber etwas zu einem Vorurteil sagen:
„In Norwegen gibts Unmengen von Mücken, da kann man nur im Frühjahr hin, ohne Mückenschutz geht da im Sommer garnichts, man wird sonst total zerstochen!“
Blödsinn, zumindest für die Gegend in der wir waren! Wir haben in der ganzen Zeit dort nicht eine einzige Mücke gesehen, selbst an den wärmsten Tagen haben wir in den feuchten Wäldern keines von den Viechern gesehen! Ich weiß nicht wo dran es liegt, stehende und fließende Gewässer wodrin die Biester sich vermehren können gibt es dort in der Gegend ja nun genug. Vielleicht liegt es am längeren oder kälteren Winter, den sie nicht überstehen?

Doch nun zu den auf Marinas Hof lebenden Vierbeiner.
Justy, der Chef. Er hatte uns dieses Jahr schon in Gorleben besucht:

Scotty, the Hunter. Er ist nicht so gelassen wie Justy, ist an Schafen interessiert:

Otto, der heimliche Chef. Kann hübsche Muster auf Butter machen:


Es gibt auch noch zwei weitere Katzen, die waren aber immer „unterwegs“.

Dann gibts auch noch die großen arabischen Vierbeiner, die lebten in der Zeit als wir da waren auf ihrer Sommerweide:

Zu Gast waren auch noch:

Soviel zu den „zahmen“ Vierbeinern, war dieses Mal sehr fotolastig. Im nächsten Beitrag gehts dann um die „wilden“, um Rentiere und Elche…

Norwegen 2014 – Selbu

Weiter mit Teil 3 des Reiseberichts – hier gehts zu Teil 1 und 2

Wie schon geschrieben haben wir unseren Urlaub bei Marina und Reidar Karlsson auf deren Hof, genauer in dem Stabbur des Hofes verbracht. Das kleine Häuschen ist genau so, wie Marina es auf ihrer Webseite beschrieben hat. Nix für Liebhaber von Sternen und Luxus, aber genau das richtige für Leute die gerne ursprünglich leben und „mal runterkommen“ wollen – das Bio-Klo liegt in einem anderen Gebäude, man hat nur zwei Kochplatten und man wäscht sich in einer schönen alten Porzellanschüssel mit Wasser, welches man sich selbst in einer dazu passenden Kanne ins Haus holt. Wer wie wir campt, kommt hier prima zurecht.

Wie unsere Hunde (Unser Idefix, Marinas Justy&Scotty) kamen wir mit unseren Gastgebern sofort bestens zurecht. Wer Marinas Gebrauchsanleitung gelesen und verstanden hat, kann sich drauf verlassen daß sie sich den A…. aufreißt um einem zu helfen, „Urlaub mit Familienanschluß“ ist nicht untertrieben.

Die Kommune (mit unseren deutschen Samtgemeinden vergleichbar) Selbu besteht aus einigen Dörfern am Selbu-See und im Flußtal der Nea.  Aus Selbu stammt ein bekanntes Strickmuster, die „Selbu-Rose“ – meine Göga hat sich im Ort ein Strickset für die traditionellen Handschuhe besorgt. Beeindruckend ist der schnelle Wechsel der Landschaft – von einem kleinen Einkaufszentrum bis zu völlig unberührter Natur in einem Hochmoor dauert es 10min mit dem Auto. Die Wälder um den Ort bieten ausgedehnte Spaziergänge an teilweise steilen Hängen, wir und Idefix haben das sehr genossen. Und Pilze in ungewohnten Mengen und Größen gibts auch.
Beim Kontakt mit den Menschen die dort leben fällt einem sofort die freundliche und ruhige Gelassenheit auf, nie erlebt man hektische Menschen. Das steckt an: Wenn mal niemand an der Kasse im Supermarkt ist wartet man eben ein Weilchen…

Soviel zu Stabbur, Selbu und Umgebung. Im nachhinein fällt einem auf daß man vom Ort zuwenig Bilder gemacht hat – als Ersatz kann, wer möchte gerne einmal mit Google Streetview durch Selbu fahren, die Bilder dort sind relativ aktuell: Klick

Im nächsten Teil gehts um Vierbeiner aller Art… 😉

Norwegen 2014 – Der Anreise zweiter Teil

Hier gehts zum ersten Teil: KLICK
Dort hatte ich angekündigt daß sich dieser Bericht sich mit unserem Domizil bei Marina und Reidar Karlsson und der Umgebung um Selbu beschäftigen wird – das verschiebe ich mal auf den nächsten Teil, heute gibts was zu gucken…

Da wir inzwischen wieder in unserem Haus im Wendland angekommen sind steht mir nun genügend Rechnerleistung zur Verfügung um die rund 170GB Videodaten der Dashcam zu kleinen Filmchen zu verarbeiten, damit mag ich das Notebook nicht quälen. Während ich dies hier schreibe kaut der PC gerade auf dem ersten Video herum. In dem Clip zeige ich die bei mir im Kopf „hängengebliebenen“ Highlights der zweiten Etappe der Fahrt, also von Halden in Südnorwegen bis nach Selbu. Ich hab mich bemüht das ganze so kurz wie möglich zu machen – trotzdem sind immer noch rund 13 Minuten übrig geblieben. Den größten Teil macht die Fahrt hinauf zum Brekkenpass und wieder herunter nach Stugudal aus:

Das zweite Video ist die ungekürzte Fahrt hinauf zum Aussichtspunkt auf den Wasserfall Henfallet. Laut Wikipedia ist der Henfallet mit 90 Metern Fallhöhe der höchste Wasserfall in der norwegischen Provinz Sør-Trøndelag. Der Parkplatz oben bei dem Aussichtspunkt ist frisch angelegt worden, ein fester Grill/Kamin samt Holz und eine stabile Sitzgruppe stehen bereit. Sollten wir tatsächlich einmal zu einem eigenen Wohnmobil kommen ist das bestimmt einer der Punkte wo ich mal übernachten möchte – auch wenn die Fahrt hinauf abenteuerlich ist.

henfallet

Um die Sache etwas abzukürzen und um die überwundenen Höhenunterschiede besser zu zeigen habe ich Teile von dem Video etwas „beschleunigt“, es geht rund 8km Schotterpiste links, rechts, auf und ab. Manchmal auch gleichzeitig… 😉

Die Videoqualität ist leider eher mäßig, ich benutze zum schneiden usw. den MS-Moviemaker. Und der hat offenbar Probleme mit der beschleunigten Wiedergabe, daher wohl die Klötzchengrafik… 🙁

Hier es wieder weiter, dann aber wirklich mit unserem Domizil und Umgebung!

Norwegen 2014 – Die Reise

Unseren „großen“ Urlaub in 2014 haben wir in Norwegen verbracht, in der Gemeinde Selbu auf dem Hof von Marina und Reidar Karlsson. Die vielen schönen Eindrücke, die wir mitgebracht haben sind zuviel für einen einzigen Beitrag. Deshalb werde ich hier in unregelmäßigen Abständen von der Reise berichten, jeweils mit Bezug zu einem bestimmten Thema. Heute fange ich mit der eigentlichen Reise nach Selbu an.

marina wegViele Wege führen nach Norwegen – einen sehr schönen Weg per Color-Line nach Oslo hatten wir ja schon vor einiger Zeit gefunden. Allerdings ist dieser Weg zum einen sehr kostspielig, denn da wir vor Ort beweglich sein möchten wollen wir das Auto dabei haben. Zum zweiten auch unpassend – unser Hund Idefix soll auch mitreisen, er müsste aber die ganze Zeit im Auto bleiben, von kurzen Ausnahmen zum Gassi gehen abgesehen.
Fliegen ist ein weiterer Weg – per Norwegian-Air kommt man überraschend günstig per Direktflug nach Trondheim, allerdings müsste der Hund im Gepäckraum mitreisen. SAS soll kleine Hunde als Handgepäck akzeptieren, das werden wir bei Gelegenheit einmal nachprüfen. Diese Airline bietet aber keine Direktflüge nach Trondheim.
Wir haben uns deshalb entschlossen, den langen Landweg über die Brücken zwischen Dänemark und Schweden zu nehmen, mit einer Übernachtung nach der Hälfte des Weges. Für diese Übernachtung haben wir ein Zimmer im Svinesund Motel in Halden gebucht. Dieses Hotel bietet auch Übernachtungen mit Haustier an und liegt in der ungefähren Mitte der Strecke. Das Hotel ist für diesen Zweck empfehlenswert – einfach, aber sauber und gut. Maut ist natürlich ein Thema wenn man mit dem Auto nach Skandinavien reist. Wir haben uns aus Bequemlichkeit entschlossen bei Tollticket einen Brick zu leihen. Mit dem Ding an der Windschutzscheibe sind wir durch jede skandinavische Mautstation gefahren, bei den Brücken zwischen DK und S gingen die Schranken sofort auf, und bei allen ‚Automatisk Bomstasjonen‘ an den norwegischen Straßen zeigten die Ampeln immer das grüne Kreuz. Was uns das Ding inkl. Maut letztendlich kosten wird wissen wir noch nicht – ich schreibe diesen Bericht vor Rückgabe des Gerätes. Im letzten Posting zur Rückfahrt kann ich vielleicht etwas dazu sagen, bisher haben wir nur 8,30€ für Versand und Aktivierung des Gerätes bezahlt.

Die Brücke über den Großen Belt
Die Brücke über den Großen Belt
Die Öresundbrücke
Die Öresundbrücke
Rastplatz Femstenaberg an der E6
Rastplatz Femstenaberg an der E6.
An irgendeinem Rastplatz in Schweden
An irgendeinem Rastplatz in Schweden

Die eigentliche Einreise nach Norwegen war stressfrei – wir hatten Idefix entsprechend der Einreisebedingungen impfen lassen und waren an der Zollstation der „roten“ Spur gefolgt um ihn ordnungsgemäß anzumelden. (Tip dazu: Die Zollstation an der E6 hat auch versteckte Parkplätze für PKW – einfach rechts an der langen Reihe der LKW vorbei fahren, ganz am Ende sieht man dann linker Hand den PKW-Parkbereich. Von dort ist der Fußweg bis zum Zollgebäude auch kürzer) Die eigentliche Deklaration des Hundes war irgendwie inkonsequent, die Zollbeamtin hat nur im Tierpass geblättert, den Chip des Hundes aber nicht ausgelesen. Ob die Dokumente überhaupt zum Tier gehören wurde also nicht kontrolliert. War aber auch irgendwie egal – denn am Ende gab es nicht einmal einen Stempel im Tierpass.

Warum soll man das Tier überhaupt vorführen wenn die Kontrolle in den Papieren des Tieres nicht vermerkt wird? Im Land kann man hinterher nicht nachweisen daß das Tier korrekt deklariert wurde…

So ging es nach der Übernachtung in Halden optisch weiter Richtung Norden, nach Selbu:

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In Alvdal. Welchen Sinn dieses Gebäude hat muß ich bei Gelegenheit einmal googeln…
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Diese Geweihe gibt es an der E6 in diversen Lackierungen. Sie hängen leider alle zu hoch… 😉
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Endlose Weite bei immer besser werdendem Wetter…
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Erster Sonnenuntergang in Selbu. Das Flüßchen da unten ist die Nea.

Das wäre es für heute, demnächst geht es hier mit einem weiteren Beitrag weiter. Thema wird dann unser Domizil bei Marina und Reidar Karlsson und die Umgebung um Selbu sein.

Link zum nächsten Beitrag: KLICK