Eisenbahnstrecke Dannenberg – Lüchow

P1000527Heute in der EJZ, Pressesprecher der DRE, sinngemäß: Damit die Kosten für den Bau der Brücke im Verlauf der Lüchower Umgehung über diese Strecke nicht noch höher wurden hatte die DRE auf der Jeetzeltalbahn von Dannenberg nach Lüchow keinen Verkehr durchgeführt. Selbstlos hätte die DRE beim Bau der Brücke darauf verzichtet dort mit Zügen zu fahren damit dort keine teuren Sicherheitsmaßnahmen für die Bauarbeiter durchgeführt werden mussten. Der Bundesrechnungshof würde dies bestimmt würdigen.

Aha. Bisher hieß es bei der DRE doch immer daß die Brücken in Dannenberg nicht mehr tragfähig seien, daß die Reparatur sehr teuer sei und deshalb kein Verkehr möglich sei?

Was für eine Heuchelei, ich bin gespannt was wirklich dahinter steckt…

„Entschärfung“ der B 216

Fein, jetzt werden wieder Schilder aufgestellt. Überholverbote werden neu eingerichtet oder verlängert und Geschwindigkeitsbeschränkungen ausgeweitet. Das hatten wir doch schon mal:
Schon vor 9 Jahren schrieb der Spiegel von der Straße des Todes. Damals gab es an der B 216 drastische Aktionen um die Unfallzahlen zu senken – gebracht hat es letztendlich nichts. Aber nun hat man mal wieder erkannt daß falsches Überholen und zu hohe Geschwindigkeit Unfallursache sind – also muß man flugs Verbote und Einschränkungen aussprechen. Ist ja auch so eindeutig: Von 537 Unfällen waren 218 Wildunfälle. Die abgezogen bleiben 319 Unfälle übrig, davon entstanden 40 durch falsches Überholen und 57 wegen zu hoher Geschwindigkeit. Aus der Tatsache, daß es 79 Unfälle mit LKW-Beteiligung gab ergibt sich für die Unfallkommission scheinbar kein Handlungsbedarf. Und die übrigen Fälle, nach Adam Riese immerhin 143 Stück scheint man auch als nicht relevant zu betrachten, man hat sich ja jetzt immerhin um 97 Fälle gekümmert…

Die bekloppten Raser werden sich von den neuen Schildern und den Tempokontrollen auch ganz bestimmt abschrecken lassen – daß schon jetzt in den 70km/h-Zonen geheizt wird als ob es kein Morgen gibt und in den Überholverboten Kolonnenweise überholt wird hat von den Mitgliedern der Kommission scheinbar keiner bemerkt. Und die LKW-Konvois aus 5 Containeraufliegern mit 8 Meter „Sicherheitsabstand“ untereinander haben die bestimmt auch noch nicht gesehen.

Es darf also weiter gestorben werden auf der B 216, mal sehen was man sich in 9 Jahren dazu wieder ausdenkt…

Alle Winter wieder…

Wie in jedem Winter schaffen es die Straßenmeistereien in Lüchow und Dannenberg nicht die Straßen so zu räumen wie es in den Nachbarkreisen gemacht wird. Selbst heute, fünf Tage nach den Schneefällen gibt es auf der B216 zwischen Metzingen und Göhrde immer noch einseitige Eisplatten. Aber dieses Jahr ist es für die Orangen besonders peinlich, sie mussten dem Landkreis empfehlen für einen Tag die Schule ausfallen zu lassen weil die Straßen einen sicheren Schülertransport nicht zuließen – als einziger Kreis in Niedersachsen. Im Netz und der EJZ gab es dazu eine lustige Sammlung von Ausreden zu lesen:

– „…ich finde nicht, dass schlecht geräumt ist“
Eine mutige Aussage wenn man bedenkt daß an den Steigungen in der Göhrde die LKW hängen blieben weil das Eis auf der Straße dort buchstäblich blankpoliert wurde. Und das gleich zwei Tage lang.

– „…starker Frost, viel Schneefall…“
Naja, zumindest der starke Frost wurde doch durch Kachelmann&Co. lang und breit angekündigt. Und was die besonders starken Schneefälle angeht, mehr als 10cm sind das nun wirklich nicht geworden. Soviel ist in SAW und SDL auch runtergekommen.

– „Aufgrund einer Arbeitszeitenregelung aus Hannover sind aber nur 10-Stunden-Schichten erlaubt. Und in der Nacht dürfen wir nur in extremen Ausnahmefällen arbeiten.“
Diese ‚hannoversche Arbeitszeitenregelung‘ ist §3 Arbeitszeitgesetz nach dem eine Schicht 10h nicht überschreiten darf. Dieses Bundesgesetz gilt überall in der Bundesrepublik, alle Arbeitgeber, also auch alle Straßenmeistereien müssen damit leben. Nur in DAN klappt es nicht…

-„…die Schneedecke ist inzwischen so festgefahren, dass die Räumfahrzeuge nichts nützen.“
Etwas überspitzter formuliert: Wie sollen wir denn räumen wenn die bösen Verkehrsteilnehmer uns den Schnee festfahren…

– „Während der Nachtpause schneite es dann heftig.“
Sowas soll vorkommen. Im Zeitalter der modernen Kommunikationstechnik hätte man das aber einige Stunden vorher im Internet durchaus sehen können. Es wäre dann eine gute Idee gewesen einige Leute nach Hause zu schicken damit sie später, wenn es nötig ist eingesetzt werden können. Das ginge auch bei der ominösen ‚hannoverschen Arbeitszeitenregelung’…

– „Außerdem wird uns ja immer wieder gesagt, wir sollen nicht so viel Salz einsetzen.“
Stimmt, finde ich auch gut wenn mit dem Zeug nicht rumgesaut wird. Aber die anderen Landkreise kriegen es auch hin, und Bäume wachsen in LG und UE auch noch…

Nun ist es ja nicht so daß sich die Schneekatastrophe von vor 30 Jahren wiederholt, es ist ein wenig kälter als in den letzten Wintern, besonders viel Schnee ist auch nicht gefallen – was wollen die denn machen wenn es mal richtig schneit? Immerhin hat sich nun der Landrat eingeschaltet, mal sehen ob da was rauskommt…

Ostern im Schnee…

Nett, so ein verschneites Osterfest.

Der Schnee wurde ja von den Wetterfröschen laut und deutlich angekündigt, man konnte im TV und Internet deutlich sehen daß da was auf den Norden zukommt. In den Landkreisen DAN, LG und Harburg wurde auch schon vorbeugend Salz gestreut .

Aber warum verpennt die Hamburger Strassenmeisterei das Ereignis? Ab der Hamburger Stadtgrenze ging nix mehr.

Grummelgrummel…