Krämers Wohnmobilhafen, Boltenhagen

Hier fühlten wir uns rundweg wohl – wir wurden sehr freundlich empfangen, konnten uns den Platz aussuchen an dem wir stehen wollten und hatten völlige Ruhe. Kein Wunder, wir waren schließlich Anfang November hier. Die Parzellen sind aus unserer Sicht groß genug, da standen wir schon enger. Sanibereiche sind groß und sauber, daß sie nachts geschlossen werden mag mit dem Hochbetrieb zusammenhängen, der hier im Sommer herrschen muß. Dann in der Hochsaison muß hier der Teufel los sein, ich weiß nicht ob ich dann hier stehen möchte. Wir konnten damit leben, dazu hat man ja sein Klo im Womo.
Zu Fuß durch einen parkähnlichen Wald und die unvermeidlichen Strandvillen ist es nicht weit zum Sandstrand, allerdings ist es sehr weit zu ausgewiesenen Hundstränden – die liegen an den äußersten Enden der Boltenhagener Strandlinie. Fazit: In der Nebensaison gerne, zur Hauptsaison nix für uns.

Campingpark Gartow

Vorletzter Nachtrag: Eigentlich sollte dieser Bericht hier unter der Überschrift „Womo-Stellplatz Hitzacker“ stehen, eine in Eckernförde geborene Idee zu einem Minitreffen von Mitgliedern unserer lokalen Wohnmobilisten-Facebookgruppe zur Verkostung meines ersten klassisch selbstgebauten B20160603_175029 (Andere)ieres sollte dort stattfinden. Erst später bekam ich mit daß es in Hitzacker überhaupt keinen offiziellen Stellplatz gibt, sondern nur einen Parkplatz für Reisebusse und Reisemobile. Laut telefonischer Aussage einer Gemeindemitarbeiterin ist dort auch tatsächlich nur eine Übernachtung zur Wiedererlangung der Fahrtüchtigkeit erlaubt, das Aufstellen von Campingstühlen oder Ausfahren der Markise sei verbotenes Campingverhalten, und dieses Verbot würde vom Ordnungsamt Hitzacker notfalls auch durchgesetzt werden. In einschlägigen Internetforen hatte ich schon ähnliches gelesen – damit war Hitzacker als Treffpunkt gestorben, da wir keine Lust hatten dort unter Umständen vertrieben zu werden musste auf die Schnelle ein Ersatz her. Da ich das Bier nicht weit durch die Gegend fahren wollte mußte er aber in der Nähe sein…

Es wurde Gartow, genaugenommen der Campingpark Gartow. Für uns eine fürchterlich aufwändige Anfahrt – rund sieben Kilometer von unserem Zuhause weg, auf der Hinfahrt kam der Motor unseres Womos nur auf Betriebstemperatur weil wir etwas vergessen hatten und die Strecke zwei Mal fuhren… 🙂
20160603_160804 (Andere)Das letzte Mal war ich als Schüler auf diesem Platz, deshalb bestand er in meiner Erinnerung nur aus einer großen Wiese mit Zelten drauf. Irrtum, mag sein daß er das vor einer halben Ewigkeit mal war, inzwischen ist das ein schicker, parkartig angelegter Campingplatz der aus meiner Sicht keinen Vergleich mit Womo-Stellplätzen aus der Kategorie „Top-Platz“ zu scheuen braucht. Es gibt mehrere großzügige Wiesen, aber auch mit Waldstreifen abgeteilte Platzbereiche mit 4 bis 20 Parzellen, so kommt nie das Gefühl auf daß man auf einem wirklich großen Campingplatz ist. Sogar eine platzweite TV-Signalverteilung gibt es, zwar noch(?) analog, aber immerhin. Einzig die WoMo-Entsorgung könnte etwas besser befahrbar sein, aber da die Anlage seit kurzem einen neuen Betreiber hat wird sich hier sicherlich auch noch etwas tun.

Wie man Touristen anlockt…

Hallo, liebe Ratsherren der Samtgemeinde Gartow!
Schaut euch mal die Bilder da unten an und zählt die Wohnmobile die hier gerade in Eckernförde auf dem WoMo-Stellplatz auf der Fläche eines Fußballfeldes stehen – ich bin auf 60 Stück gekommen.

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Extreme Weitwinkelaufnahme, der Platz ist tatsächlich wesentlich kleiner als er hier scheint. Quelle: www.promobil.de

In jedem der WoMos wohnen und schlafen mindestens zwei Personen, der überwiegende Teil gehört zu den sogenannten „solventen BestAgern“, die geben hier gerne ihr Geld aus – sie holen sich morgens Brötchen in der Umgebung, versorgen sich in den örtlichen Supermärkten mit Lebensmitteln und gehen auch gerne mal in der lokalen Gastronomie essen. Pro Übernachtung auf dem Stellplatz sind 13,- Euro fällig, Strom und Wasser wird extra berechnet. Irgendwo hatte ich mal gelesen dass jeder Wohnmobilist täglich ca. 50,- Euro in der Gemeinde umsetzt, in der er gerade steht. 

Ja, liebe Ratsherren, das könnte so oder ähnlich auch alles in eurer SG Gartow passieren – wenn es dort auch einen annehmbaren WoMo-Stellplatz mit der nötigen Infrastruktur gäbe, nicht nur einen matschig-lehmigen unbefestigten Parkplatz. Der Markt dafür wird immer größer, die Hersteller kommen mit der Produktion von neuen Wohnmobilen überhaupt nicht nach, und gebrauchte Mobile werden den Händlern aus den Händen gerissen. In Deutschland gibt es seit kurzem eine Million angemeldete Wohnmobile.

Aber ihr baut ja lieber eine Muckibude für Touristen die überhaupt noch nicht da sind…

Fischsuppe mit Federvieh

Einer der Vorteile eines Homeoffices ist ja daß man seine Arbeitszeit in weiten Teilen selbst bestimmen kann. Heute morgen haben wir das auf Grund eines Tips einer FB-Freundin einmal reichlich ausgenutzt – vor dem Duschen, dem ersten Kaffee und der Tageszeitung erst mal schnell ins Auto und zu einem ornithologischen Hotspot:

Dieser See ist in den letzten Tagen zu einer Pfütze geschrumpft. Vorteil für die Fischer unter den Vögeln, Nachteil für die Schuppenträger – es gibt immer mehr Beute auf immer kleinerem Raum. Wobei das seit Tagen so geht, man muß sich wundern daß da überhaupt noch was drin ist.
Und die „Profis“ waren auch wieder da, wie man sieht ist so ein Tarnzelt an dieser Stelle wirklich sinnvoll… 😉

Vor 125 Jahren hatten die Wendländer ähnliche Sorgen wie heute…

…nämlich ebenfalls ein Hochwasser, laut dieser Karte viel katastrophaler als das aktuelle:
Flut1888

Und Sorgen mit den Mücken dürfte es hinterher auch gegeben haben, aber dagegen gibts ja diverse Hausmittelchen.
Eines davon wird hier von der Wespe beschrieben, von dort stammt auch das Bild dort oben: KLICK

Heiteres Investorenraten

Immer wenn es um Investoren geht werden gewählte Volksvertreter und Mandatsträger hier im Landkreis DAN zu Geheimnisträgern. Zu erleben ist das schon seit langer Zeit in Dannenberg bei der Provinzposse um die Brandruine vom Hotel Ratskeller. Dort hört man immer mal wieder von einem sagenhaften Investor der die Reste zu einem Hotel-/Wohn-/Geschäftskomplex (Gerade nicht zutreffendes bitte streichen…) umbauen will. Passiert ist bisher nix.
Und nun geht es in der Nachbargemeinde Gusborn weiter – dort soll ein geheimnisvoller Investor das Gelände um den Torii Tower zu einem Kinder-Tobeland umbauen wollen. Förderungen sollen auch schon in der Mache sein! Aber öffentlich machen könnte man noch nichts.

Ich habe bisher nichts davon gehört daß weitere Investoren Schlange um die beiden Objekte stehen, warum also diese Geheimniskrämerei?
Mir fällt eigentlich nur Profilierungssucht der beteiligten Personen a la Kindergarten ein („Ich weiß man was was du nicht weißt, ätsch!“). Mal sehen wie lange denn nun diese Seifenblase aufgepustet wird…

Wo leben wir eigentlich?

Hier bei uns gibt es Steuergeschenke für das Hotelgewerbe. Für die Energiekonzerne gibt es per Gesetz die Gewinnmaximierung für Atomstrom. Finanzinstitute bekommen hohe Finanzspritzen aus Steuergeldern damit in den obersten Etagen Boni ausgezahlt werden können. Der Widerstand der Bevölkerung gegen Großvorhaben von Staatskonzernen wird mit massiven Polizeieinsätzen niedergeknüppelt. Führende Mitarbeiter in Ministerien werden vor laufenden Kameras von ihrem Dienstherren gedemütigt. Die gesamte Bereitschaftspolizei der Republik wird zusammengezogen um Castoren nach Gorleben durchzuprügeln.

Zitat Wikipedia: Als Bananenrepublik werden Länder bezeichnet, in denen Korruption und Bestechlichkeit bzw. allgemein staatliche Willkür vorherrschen oder denen diese Eigenschaften zugeschrieben werden.

Fehlt eigentlich nur noch das passende Klima dazu. Aber daran arbeiten die ja auch mit Hochdruck…

Castor kommt – und um Stuttgart 21 wird bald vermittelt…

Vor einigen Tagen haben die Schwaben in Stuttgart am eigenen Leib erfahren wie sich die Bereitschaftspolizei hierzulande bei jedem Castortransport benimmt. O-Ton Cem Özdemir: „Pfefferspray und Schlagstöcke – so etwas kannten wir in Schwaben bisher nicht. Das gabs nur im Fernsehen. […]“. Also protestiert er als Grüner offenbar vor dem heimischen TV gegen den Castor…

Ich glaube daß der grüne Musterschwabe bei sich Zuhause erst einmal Ruhe vor diesen Methoden der freundlichen Ordnungshüter haben wird – schließlich müssen die ja in einigen Tagen ins Wendland und den Castor in das Zwischenlager durchprügeln. Im Spiegel kann man schon einiges über die ersten Beschwichtigungsversuche lesen. Was wohl passiert wenn das nicht klappt und die Stuttgarter einfach weiterdemonstrieren? Den Castortransport kann man ja auch nicht mal so eben absagen.

Hoffentlich geht das alles gut…