WoMo-Stellplatz Lenzer Hafen

Wir stehen ja sehr oft am unteren Ende der Müritz-Elde-Wasserstrasse, z.B. in Dömitz oder in Fresenbrügge. Dort genießen wir die Ruhe – wohltuende Gelassenheit bestimmt dort das Geschehen auf und am Wasser. Der Sportbootverkehr beschränkt sich meist auf Boote von Einheimischen und weitgereisten alten Fahrensleuten, Charterboote sind dort eher eine exotische Seltenheit.

Hier, auf diesem Stellplatz am anderen Ende der MEW ist das vollkommen anders – Hektik und Stress sind hier auf und an dem Wasser Normalzustand. Zeitweise könnte man hier per mutigen Sprung von Boot zu Boot trockenen Fußes die andere Kanalseite erreichen, so viel ist hier los. Zum überwiegenden Teil besteht dieser dichte Verkehr aus Charterfahrzeugen aller Klassen und Größen – vom Schlauchboot über 15PS-Pontons mit draufgestellten Wohnwagen bis zur dicken 12m-Stahljacht war alles dabei. Genauso vielfältig ist die Erfahrung der meistens nur „eingewiesenen“ Besatzungen, besonders bei Gegenverkehr durch die diversen Ausflugsdampfer kann man regelmäßig panische Reaktionen der Freizeitskipper beobachten. Abenteuerliche Anlegemanöver an der benachbarten Wassertankstelle gab es auch oft genug zu erleben…
Letztendlich hat das Geschehen auf diesen kleinen Stück Kanal unsere Entscheidung, unser klassisches Boot zu verkaufen wieder bestätigt, ich mag mir garnicht vorstellen wie solche Süßwasserkapitäne in eine Schleuse hereinkommen ohne andere Boote schwungvoll zu berühren?

Die Gegend um den Stellplatz ist wunderschön, allerdings tagsüber von vielen Tagestouristen bevölkert. Auf dem Platz selbst entsteht auch durch die vielen Bootscharterer und Restaurantgäste viel Unruhe. Außerhalb der Schleusenbetriebszeiten tritt dann an Land und auch auf dem Wasser bald Ruhe ein und man kann ohne mountainbikende Horden und Motorenlärm der Jetskis am Plauer See und in den angrenzenden Wäldern spazieren gehen.

Das alles hört sich fast schon übertrieben negativ an – ist ja auch mein persönlicher Eindruck, für die vielen, weitgereisten Städter ist dieses beschriebene Ambiente wahrscheinlich Erholung pur…

Natürlich gibt’s auch positives: Die freundliche Betreiberin des Hafens mitsamt ihrem Personal ist immer ansprechbar und kümmert sich um jedes Problem, im Restaurant gibt’s leckeren Fisch (Müritzmatjes, ein wie Matjes eingelegtes Hechtfilet!) zu moderaten Preisen. Die Sanianlagen sind sauber und großzügig dimensioniert, die Entsorgung ist aber situationsbedingt (wenig Platz) nur zu bestimmten Zeiten offen.

Wittenberge, Stellplatz Sportanger Nedwighafen

Diesen Stellplatz kann man von der Brücke sehen, wenn man auf der B189 die Elbe in Richtung Norden überquert. Noch als Wohnwagendauerplatzcamper haben wir uns immer gesagt „Da unten stellen wir uns irgendwann einmal hin wenn wir als Rentner ein WoMo haben…“.
Pensioniert bin ich noch nicht, das mit dem WoMo kam nun früher als geplant – den Ausblick auf die Elbe haben wir an einem Wochenende nun trotzdem schon genossen. Man hats nicht weit in die (relativ ausgestorbene) Innenstadt von Wittenberge, mit dem Fahrrad kann man schon an der Elbe entlangradeln. Sanibereich wird gerade saniert, die Benutzung der Entsorgung ist (vandalismusbedingt) etwas umständlich, Brötchen legt der Platzwart auf Wunsch aufs Vorderrad.

 

 

Mehring, Weingut & Stellplatz Zellerhof

Auf dem Weg nach Schengen, dem Mittelpunkt unserer Geochaching-EU-Rundreise bekamen wir die Nachricht, daß zufällig ein Mitglied unserer lokalen WoMo-Facebookgruppe auf einem Stellplatz an der Mosel steht. Mosel passte bestens als Ende unserer geplanten Tagestour. Während wir in Europa unterwegs waren ergab sich sogar eine erfolgreiche Reservierung auf diesem eigentlich permanent ausgebuchten Stellplatz. Ein Grund mehr, hier zwei Nächte am Ufer der Mosel zu verbringen. Und die sollten eindrucksvoll werden… 🙂

Und hier unten der Videobeweis, warum: Jemand aus meiner Generation kann einen Abend auf diesem SP eigentlich nur nach reichlichem Konsum der lokalen Winzererzeugnisse ertragen. Nach zwei/drei Gläsern wurde es erträglich, nach dem vierten musste man aufpassen daß man nicht mitsingt… 😀 Letztendlich hats aber eine Menge Spaß gemacht!

Der stehende Herr im Hintergrund ist übrigens Herbert, der singende Winzer und Stellplatzwart…

Nun noch das übliche: Sani-Gebäudes gibt’s, Entsorgung ist auch vorhanden, allerdings je nach Position des Auslasses am Fahrzeug nicht immer nutzbar.

Blieskastel, Am Würzbacher Weiher

Nach unserem „Kollegen-Besuchsprogramm“ in BaWü standen wir vor der Wahl wie wir in Richtung Norden wieder zurück bummeln wollen. Entweder zurück nach Franken um einen Bierwanderweg zu gehen und anschließend grob an der polnischen Grenze nach oben. Dabei hätten wir unserem Geocaching-Profil das noch fehlende Bundesland Sachsen und eventuell Tschechien hinzufügen können. Oder eine westliche Variante in das uns ebenfalls noch fehlende Saarland, und dabei nebenbei noch Frankreich, Luxemburg und Belgien abhaken?

Wir entschieden uns für die zweite Variante, dabei winkte uns auch noch günstiger Diesel in Luxemburg und belgische Schokolade. Als saarländischer Stellplatz wurde ein kleiner Platz nicht weit weg von der A6 ausgesucht. Schön am Ufer eines kleinen Sees gelegen, mit Biergarten in direkter Nachbarschaft. Sanianlagen sollen in einem Nebengebäude vorhanden sein, wurden von uns aber nicht genutzt. Nett war die überkomplette Ausstattung mit touristischem Lesematerial durch den Platzwart, er übergab uns ca. 3cm Papier zu diversen Sehenswürdigkeiten in der Umgebung.

Fornsbach, Campingplatz Waldsee

Zwischenstation auf dem Weg von Schwäbisch-Hall nach Remshalten bei Stuttgart.
Mal wieder ein Campingplatz mit ungenutztem Potential … mit ein wenig Mühe wäre der Entsorgungsbereich neben den WoMo-Plätzen weniger einsehbar und nicht so schmuddelig, die Sanieinrichtungen wären etwas moderner und der Kiosk wäre auch etwas einladender. So, wie der Platz jetzt ist waren wir froh am nächsten Morgen wieder weiter zu fahren…

 

Toschis Station in Zella-Mehlis

Die A7 in Richtung Kassel verbinde ich immer mit Staus, Baustellen und löcheriger rechter Spur, so kenne ich sie auf jeden Fall aus der Zeit als ich öfter für Fortbildungen von Hamburg nach Nürnberg fuhr. Für uns, in der „oberen Mitte“ Deutschlands (aka Wendland) wohnend, bietet sich als Wegabschnitt in den Südwesten auch die A71 an, von dieser relativ neuen Autobahn hatte ich auch gelesen daß sie landschaftlich schön sei.

Stimmt, das können wir nur bestätigen! Nicht immer nur schnurgerade folgt die Strasse den Konturen der Landschaft, große Bergzüge werden mit modernen Tunnels durchstochen, tiefe Einschnitte mit Brücken überquert. Ansonsten geht es in leichten Steigungen und Gefällen auf- und ab, weil der Verkehr sich in Grenzen hielt hat die Tour Spaß gemacht.

Übernachtet haben wir am Ende unserer ersten Etappe auf dem teilweise noch im Bau befindlichen, terrassenförmig angelegten Hof einer Mischung aus Rasthof, Restaurant und Dorfdisko – Toschis Station. Dort sind z.Zt. drei Stellplätze mit Strom angelegt, weitere Stellplätze ohne Infrastruktor befinden sich eine Terrassenebene weiter oben.
Das Restaurant bietet einheimische Küche zu günstigen Preisen – als Übernachtungsplatz ist Toschis Station durchaus zu empfehlen.

Die „Disko“ mit heimeligem 80er-Jahre Ambiente. Oberhof ist nicht weit – zumindestens in der Wintersaison steppt hier sicherlich der Bär…

 

Salzwedel, WoMo-Stellplatz am Freibad

Salzwedel … für uns eher eine Einkaufsalternative zu unseren Kreisstädten oder zu Lüneburg. Einen Grund, hier einen Stellplatz zu suchen gabs bisher nicht – bis zur der Ankündigung, daß es in Salzwedel ein Streetfoodfestival geben würde…
Das Event war nicht ganz das, was ich erwartet hatte, denn angekündigt waren „Delikatessen aus aller Welt“, tatsächlich bekam man (gefühlt…) an jedem zweiten Stand einen Burger. Den dann zwar etwas 
folkloristisch angehaucht mit Kimchi, Pulled Pork oder einer Bulette vom Angeler Sattelschwein, ich hatte mir aber mehr exotischere Sachen erhofft. Immerhin gabs aber einen Stand mit fritierten Heuschrecken für 2€ das Stück… 

Der Stellplatz in Salzwedel lag für den Besuch des Events optimal, es waren gerade mal 5 min Fußweg bis zum Gelände. Sanitäre Einrichtungen gabs nicht – die Freibad-Saison hatte noch nicht begonnen. Ansonsten ist der Platz zum erkunden der schönen Altstadt sehr empfehlenswert. 

 

Naturferiendorf Rügen & Spa, Neuenkirchen OT Moritzhagen

Quelle: Google Maps

Dieser auf Nordrügen liegende, vielversprechende Stellplatz (…man schaue sich die Webseite genau an…) war unser Ziel für Ostern 2017. Hier wollten wir den Ausblick genießen, spazieren gehen und ansonsten einfach nur ausspannen. Die Betonung soll hier auf „War“ liegen, denn dabei sollte es auch bleiben – diese Adresse auf Rügen, an einem ehemaligen Raketenhügel der NVA, wurde unser erster Stellplatz-Totalausfall:

Ich hatte mit dem Besitzer/Betreiber rund 14 Tage vor Ostern telefoniert um uns anzumelden und zu reservieren. Im Zuge des Telefonats informierte er mich, dass das Sanitärhaus für den Campingbereich fertig und in Betrieb sei, wir könnten also mit einem WoMo gerne kommen. Allerdings würde auf dem Rest des Geländes gebaut werden, die Lärmquellen lägen aber weitab von dem Campingbereich. Ich sagte ihm, dass uns sowas nicht stören würde und fragte nach, ob und wie ich denn einen Platz reservieren könnte. Antwort, O-Ton: „Ist nicht nötig, wir haben genug Platz, kommen sie einfach her.“ Das nahmen wir wörtlich…

Schon die Anfahrt über die letzten Kilometer wurde sehr abenteuerlich: Die einzige, nach Neuenkirchen bzw. dessen Ortsteil Moritzhagen führende Straße mit geschlossener Fahrbahn war komplett gesperrt – Fahrbahnarbeiten. Die weite Umleitung führte über einspurige, schlecht instand gehaltene Plattenwege mit vereinzelten Ausweichen, natürlich prompt als wir darauf fuhren mit LKW-Gegenverkehr. Nachdem wir uns über zwei(?) verschlafene Örtchen durchgeschlagen hatten endete unsere Fahrt vor einem per Kette und Vorhängeschloss verrammelten Tor. Immerhin stand hinter dem Tor aber eine Tafel, auf der „Wir sind auf dem Gelände unterwegs!“ und zwei Handyrufnummern standen. Ok, die sind wohl am arbeiten, wie angekündigt…
Die erste Rufnummer gehörte jemandem, der auf dem Gelände nicht mehr beschäftigt war … und die zweite gehörte dem Besitzer, den ich ja schon kannte. Er nahm allerdings in Cottbus ab, konnte sich an unser Gespräch angeblich nicht erinnern, hatte sich auch überhaupt nichts notiert und außerdem hätten eh alle Reservierungen zu Ostern wegen des schlechten Wetters sowieso abgesagt. Und wenn er jetzt losfahren würde, wäre er erst spät in der Nacht da und das Sanitärhaus wäre nicht gereinigt und nicht in Betrieb…

So standen wir da nun, in der tiefsten Pampa von Rügen. 🙁
Leider habe einen ich in der Enttäuschung versäumt, Bilder von dem einsehbaren Teil der Anlage zu machen, nur soviel zur Erklärung: Die Realität vor Ort steht in härtestem Kontrast zur professionell gestalteten Webseite mit ihren Hochglanzdarstellungen- genau genommen sieht es dort aus wie viele andere verwahrloste NVA-Liegenschaften, einzig ein Plakat deutet darauf hin daß man am richtigen Ort ist. Mir war klar, dass uns dort eher robustes Gelände, aber kein Schicki-Micki-Stellplatz erwarten würde. Die sichtbaren Gebäude sind aber am besten mit „Lost-Place“ zu beschreiben, unter anderen Umständen hätte ich dort einen entsprechenden Geocache erwartet. Ich frage mich inzwischen wirklich, welche der vielen schönen Fotos auf der Webseite tatsächlich dort entstanden sind…

Mein persönliches Fazit als Warnung an potentielle Interessenten:
Man sollte bei dieser Location am besten schriftlich sicherstellen, dass bei Ankunft wirklich jemand vor Ort ist und dass zumindestens die auf der Webseite dargestellten Grundeigenschaften (Zugang, Sanitär, Wasser, Strom) auch wirklich zur Verfügung stehen. Ich würde mich wirklich freuen, wenn sich dort auf dem Gelände in Zukunft tatsächlich einmal so etwas wie auf der Webseite angekündigt entwickeln würde – wenn sich in der Richtung positive Erkenntnisse ergeben würden wären wir sicherlich noch einmal bereit, dort einen Versuch zu machen.
In dem aktuellen Zustand kann man allerdings wirklich nur von mutwilliger Touristenverarsche sprechen…

Ferienpark Zierow

Vor einem geplanten Treffen mit den Lüneburger Wohnmobilfreunden in Wismar hatten wir noch ein, zwei Tage Zeit, die wollten wir gerne dort in der Nähe verbringen. Wo also hin? Unsere Wahl fiel auf den Campingplatz „Ostseecamping Ferienpark Zierow„, genau passend zu unserem Wunsch möglichst nah ans Wasser zu kommen. Vor Ort wurde dieser Wunsch auch noch übererfüllt – wir konnten uns einen Platz direkt an der Kante der „Mini-Steilküste“ aussuchen. Das bedeutete zwar einen weiteren Weg zum modernen, sehr gepflegten Sanitärhaus und zum kleinen Campinglädchen – diesen Nachteil nahmen wir bei der gebotenen Aussicht auf die Fahrrinne zum Wismarer Hafen aber gerne in Kauf. Einziger Wermutstropfen war das Restaurant „Oase“ auf dem Campingplatz – dort gibts keinen frisch in der Pfanne zubereiteten Fisch, bei mir befand sich auf dem Teller der Fischplatte „Oase“ ganz offensichtlich fritierte Tiefkühlware. In der Lage (und bei dem Preis fürs Gericht) hätte ich was anderes erwartet…

Stellplatz am Grabower Stadthafen

Noch ein Stellplatz den wir nun auf unserer Liste abhaken können eigentlich kannten wir ihn aber schon von der Wasserseite her aus unserer Sportbootzeit. Damals war in dem großen Neubau am Hafen ein Aldi untergebracht: Höchst praktisch zum Vorräte bunkern, man konnte so mit dem vollen Einkaufswagen direkt ans Boot fahren, wenn man ihn über das Pflaster bugsiert bekam.

Damals schon störte der durchfahrende KFZ-Verkehr auf diesem lauten Pflaster, so ist es heute noch. Der Aldi ist aber inzwischen an die B5 umgezogen, hier war wohl zuwenig los. Nicht versäumen sollte man einen Besuch bei dem Italiener „Restaurante Portofino“ in der Canalstrasse 11. Sehr leckeres Essen zu sehr moderaten Preisen! Das wissen allerdings auch die Grabower zu schätzen, deshalb ist eine telefonische Reservierung Pflicht…
Sehr beliebt ist dieser Platz auch bei Kunden von Caravan-Wendt in Kremmin, die stehen hier oft vor Abgabe bzw. direkt nach Abholung des neuen oder geliehenen WoMos.