Google Streetview – was für ein bekloppter Hype…

Der Wahnsinn geht weiter – hat die Journallie nix besseres zum Sommerloch füllen?

– Der Boss der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, hält es für möglich per GSV (Google Streetview) virtuelle Polizeistreifen durchzuführen. Es ist ihm allerdings rechtlich unklar ob diese Streife möglich ist.
An alle Polizisten: Was wählt ihr euch eigentlich für peinliche Personalvertreter? Kleiner Tip, falls der Knabe ein Beispiel für die Medienkompetenz aller Kollegen ist – ein Computer ist dieser komische Fernseher mit der ganz flachen Schreibmaschine davor…

– Jeanette Biedermann, stellvertretend für viele weitere B-Promis in der BILD: „Ich werde mein Haus schwärzen lassen. Ich glaube nicht, dass die Verantwortlichen von ‚Street View‘ glücklich wären, dass man ihnen beim Nacktbaden im Garten zuschaut.“
Liebe JB-Fans, ehe ich jetzt was über Haarfarben schreibe: Sagt ihr der Schickse bitte einmal daß auch ihr Haus nicht permanent von Google per fliegendem Auge beobachtet wird? Und daß die Typen die vor dem Haus mit den langen Tüten vor der Kamera stehen von allen möglichen Boulevardblättern geschickt wurden um Tittenbilder von ihr zu machen damit es mit der Karriere weitergeht? Sie kann also gerne im Garten nacktbaden gehen, es ist alles in Ordnung…

– Wie kann man nur so blöde sein gegen GSV zu protestieren und sich dann in der Zeitung vor seinem Haus abbilden lassen?
Diese Leute da im Rheinland können sich eigentlich nur noch mit ihrem Alter rausreden.
Hier frage ich mich viel mehr was sich die Typen von der Zeitung gedacht haben als sie den Artikel online stellten. Absicht? Realsatire? Schlichte Dummheit? Oder vielleicht: „Heute machen wir zur Abwechslung mal Qualitätsjournalismus!“?

– Der Aigner gehen jetzt scheinbar langsam die Argumente aus – jetzt ist plötzlich die Widerspruchsfrist zu kurz. Weil die Leute ja im Urlaub überrumpelt wurden. Vorher war der forschen Ilse die Kamera zu hoch, 2.9m würden mit der Panoramafreiheit nicht vereinbar sein.
Zu der Tante fällt mir langsam nix mehr ein. Warum sagt ihr niemand daß man auch hinterher und für alle Ewigkeit verpixeln lassen kann? Oder hat ihr es schon jemand mitgeteilt und sie will es einfach nicht kapieren? Die verhält sich nur noch verbohrt und zickig, das hat sie sich wohl bei UvdL abgeguckt als die Stopschilder im Internet aufstellen wollte. Wenns nach ihr ginge müsste ich scheinbar alle Bilder löschen die ich einmal aus einem Berliner Sightseeing-Bus geknipst habe – die sind ja aus einer Höhe von rund 3,50m gemacht und damit wohl nach ihrer Meinung nicht panoramafrei…

Und bei der ganzen völlig überzogenen Diskussion um Googles Dienst etabliert sich ungestört die Konkurrenz, längst mit Bildern aller großen Städte online. Glaubt keiner? Na, denn einfach mal hier klicken: http://www.sightwalk.de/ (gerade wegen Überlast offline, die sind wohl heute erst bei heise.de verlinkt oder erwähnt worden. Oder ziehen sie gerade wegen den Diskussionen den Schwanz ein?)

Ich könnte drum wetten daß in einem Jahr nach GSV kein Hahn mehr kräht. Wenn der Dienst erstmal online ist wirds noch einmal eine große Welle geben, sicherlich mit in der BILD veröffentlichten peinlichen Bildern von Leuten die irgendwo pinkeln oder hinfallen. Kennt man ja aus den anderen Gegenden wo der Dienst schon länger läuft zur Genüge.

Und dann wird die Karawane weiterziehen um sich woanders künstlich aufzuregen – mal sehen was in einem Jahr dran ist…

Stereo-Internet-Tuner Muvid IR 715-2

muvid715-2Als Radiohörer ist man hier im Wendland ja nun nicht gerade überversorgt, von dem privaten und öffentlich-rechtlichen Dudelfunk mal abgesehen gibts hier eigentlich nichts im Äther. Natürlich gibts Abhilfe in Form vom Internetradio, jeder Spartensender hat schließlich auch einen Webstream den man sich per Rechner anhören kann. Das bedeutet aber daß man den Rechner mit der Stereoanlage verbunden haben muß, außerdem muß dieser PC zum Radiohören immer laufen. Eine bessere Lösung sind die diversen Internetradios für die man überall um 120€ hinlegen soll. Die Dinger waren mir in dieser Preisklasse aber bisher immer zu klein und/oder vom Design her nicht gerade etwas was man in seine Stereoanlage integrieren kann/möchte.

Heute hatte Penny die Lösung im Angebot: Ein Muvid IR 715-2 für schlappe 80€, sonst nur für 100-120€ plus Versandkosten zu kriegen. Das letzte Exemplar aus dem Gartower Markt steht jetzt bei mir – auspacken, anstöpseln, grundkonfigurieren, geht. Während ich das hier schreibe höre ich einen französischen R&B-Sender. Ich bin mit dem Teil vollkommen zufrieden, nicht alle zu dem Gerät im Netz zu findenden Kritikpunkte kann ich bestätigen:

  • Klang – wenn das Material stimmt produziert das Gerät saubere Höhen und knackige Bässe. Dumpf und hohl klingts nur bei Streams mit geringer Bitrate, von nix kommt nun mal nix.
  • Konfiguration – ja, das eingeben des WLAN-Keys in der „Displaytastatur“ ist umständlich. Aber das macht man nur einmal…
  • UPnP-Client – hat bei mir den Medienserver in der Fritzbox 7270 mit aktueller FW sofort gefunden. Das blättern durch die einzelnen Ordner klappt problemlos und schnell. Merkwürdig daß andere Leute mit ähnlicher Konfiguration scheinbar Schwierigkeiten haben…
  • Antennen – stimmt, man hätte wenigstens eine Antennenbuchse spendieren können. FM-Empfang ist aber ja nun auch nicht der Hauptjob von dem Gerät, das vorhandene Drahtstück langt dafür aber allemal. Und die WLAN-Antenne ist bei mir absolut ausreichend, selbst weiter entfernte Router in der Nachbarschaft werden angezeigt.

Fazit: Wer im Radio gerne mal was anderes als den Mainstream hört sollte schnell zuschlagen, bei dem Preis wirds sicherlich schwierig noch welche zu ergattern…

@Google: Fotografieren erlaubt!

Meinetwegen kann Google mein Haus und meinen Hof gerne von der Straße aus fotografieren, ich bitte sogar darum. Sollten Personen oder das Auto mit abgelichtet werden gehe ich davon aus daß Google spätestens nach meiner Forderung danach deren Gesichter und Kennzeichen verpixeln wird. Damit ist dann dem Recht am eigenen Bild und dem Datenschutz Genüge getan und gut ist’s.

Jeder, der an meinem Haus vorbeifährt oder -geht hat schließlich den gleichen Blick und kann die gleichen Fotos machen und im Netz veröffentlichen. Will die Aigner denen das hinschauen, knipsen und deren Flickr-Accounts demnächst auch verbieten? Was ist denn so schlimm daran daß mein Schwiegervater in Ohio sehen kann wie mein Hof im Wendland von der Straße gesehen aussieht? Schließlich kann ich doch das gleiche bei ihm tun und habe es vor und während unserem letzten USA-Urlaub auch reichlich genutzt. Und ich freue mich schon mir in Zukunft vor Geschäftsreisen einmal anzuschauen wie das gebuchte Hotel denn wirklich aussieht, die Prospektfotos von deren Webseiten haben ja dank Photoshop meistens mit der Realität wenig zu tun.

Diese Inflation an Persönlichkeits- und Datenschützern die Googles Streetview behindern wollen geht mir langsam auf die Nerven. Was soll das? Wieso fühlt sich neuerdings jedes Regierungsmitglied, daß schon einmal etwas von Googles Streetview gehört hat dazu berufen seine Besorgnis zu verkünden? Natürlich ist Google eine Datenkrake die bessere Informationen als die Geheimdienste hat, mit einem Unterschied: Bei Google habe ich es in der Hand denen meine Daten zu geben oder nicht, die Schlapphüte tun es einfach ungefragt. Immer diese Bedenkenträger…

www.wendland-net.de

Hey liebes Team vom Wendland-Net, wenn man bei euch reinklickt kriegt man den ganzen Morgen nur dies hier zu sehen:

Warning: mysql_connect() [function.mysql-connect]: Lost connection to MySQL server during query in /srv/www/vhosts/wendland-net.de/httpdocs/zack/lib/mysql_2.0.php on line 79
[Connection attempt failed] ( 2013 : Lost connection to MySQL server during query )
db-init fails!

Das wird doch hoffentlich nicht so bleiben?

Zensursula – was stört mich mein Geschwätz in der letzten Legislatur…

zensursula130.000 Petenden verlangen im letzten Jahr die Löschung von Kinderpornografie aus dem Internet anstatt diese schrecklichen Bilder/Videos usw. nur per Gesetz mit einem Stopschild zu verbergen. Während der lebhaften Diskussion müssen sich Leute, die wissen wie man seinem Windows einen anderen DNS-Server beibringt in den Medien von Regierungsmitgliedern als „Kriminelle“ bezeichnen lassen. Lobbyisten verlangen noch vor in Kraft treten des Gesetzes eine Ausweitung auf Musik- und Videoseiten sowie auf Internet-Tauschbörsen. Die zuständige Ministerin, auf deren Mist das Gesetz gewachsen war drückt dieses Machwerk im Eiltempo durch Bundestag und Bundesrat, immer mit der unterschwelligen Argumentation „wer hier nicht mitmacht unterstützt Kinderschänder“. Der Grundstein für eine Zensurinfrastruktur im Internet wurde gelegt. Hier regte ich mich damals schon drüber auf.

Und nun? War lange nix mehr zu hören vom „Zugangserschwerungsgesetz“, oder?

Heute tauchte, im ganzen Meldungswust zur Verfassungswidrigkeit der Hartz-IV-Sätze versteckt nebenbei eine kleine Meldung auf: Regierung plant Löschgesetz.

Ganz nach dem Motto „was stört mich mein Geschwätz von gestern“ wird das Zugangserschwerungsgesetz zurückgezogen und in Zukunft das verfolgt was die 130.000 Petenden verlangten und in der vergangenen Diskussion als viel zu aufwendig bezeichnet wurde, nämlich die Löschung der betreffenden Seiten.

Was wohl die Erstellung des nun so flott entsorgten Gesetzes den Steuerzahler gekostet hat? Wie viele Kinder wohl in der jetzt verplemperten Zeit von perversen Menschen, die sich den letzten Kick dazu im Internet holten vergewaltigt wurden?

Die Urheberin dieses Gesetzes ist heute Bundesministerin für Arbeit und Soziales. Hoffentlich macht sie ihren neuen Job mit mehr Sachverstand.

Und hoffentlich werde ich nie arbeitslos, zumindestens nicht solange Ursula von der Leyen im Amt ist. Mit der will ich nix zu tun haben…

Update v. 18.2.10: Scheinbar hat das mit dem zurückziehen des Gesetzes nicht geklappt – der Bundespräsident hat das Gesetz inzw. unterschrieben und damit gültig gemacht. Nun hat die aktuelle Regierung ein Gesetz am Hals was keiner will. Weiteres zu dieser peinlichen Posse hier

Herzlichen Glückwunsch, Frau von der Leyen

Sie haben etwas geschafft was der Kollege Schäuble nie hinbekommen hätte – sie haben mal so eben die Zensur des Internets möglich gemacht. Die Zukunft wird zeigen wer dieses von ihnen etablierte Instrument wofür zu nutzen weiß.

Offenbar glaubt die Familienministerin tatsächlich damit etwas Gutes getan zu haben. Aus ihrem scheinbar beschränkten Blickwinkel mag das ja auch stimmen – Kinderpornografie ist jetzt nicht mehr durch die Eingabe einer alphabetischen Zeichenkette im Browser abrufbar, damit hat Frau Ministerin das selbstgesteckte Ziel erreicht. Das ganze natürlich mit maximaler medialer Aufmerksamkeit, auch das war sicherlich eins der familienministerialen Ziele, schließlich wird dieses Jahr gewählt.

Schlimm nur daß die perverse „Zielgruppe“ wohl längst über andere DNS-Server surft und die bewussten Sperrlisten aus dem Ausland als willkommene Erweiterung der eigenen Linksammlung betrachtet.

Und ebenso schlimm, daß das familienministerial designte Stopschild zu einem schrecklichen Prädikat werden wird und damit die Mitglieder der perversen „Zielgruppe“ erst Recht zur Umgehung der Sperre auffordern wird.

Aber die Katastrophe ist, daß durch diesen tollen Erfolg unserer Familienministerin nicht eine einzige Vergewaltigung eines Kindes verhindert werden wird. Und keinen wird dies in der nächsten Zukunft interessieren, denn unsere Familienministerin hat ja jetzt etwas gegen Kinderpornografie unternommen. Die tut ja was, die von der Leyen.

Wie heißt es noch so schön Frau von der Leyen – „Aus den (Internet-)Augen, aus dem (öffentlichen) Sinn?“

PS: Hallo Frau vdL, noch ein wohlgemeinter Vorschlag an den Kollegen Innenminister – nach ihrer Methode kann man auch illegale Cannabisplantagen einzäunen, mit einem Schild „Stopp! Hier gibts Gras!“ versehen und an der Pforte ein Vorhängeschloß anbringen. Das wird bestimmt auch funktionieren…