Elbhochwasser 5.6.2013

Trügerische Idylle am Elbufer

Ein schöner Sonnenuntergang an der Elbe? Stimmt - leider nur auf den ersten Blick. Bei normalem Wasserstand sollten zwischen den Bäumen da hinten und der unteren Kante des Bildes aber Kühe auf den Wiesen stehen...
Ein schöner Sonnenuntergang an der Elbe? Stimmt – leider nur auf den ersten Blick. Bei normalem Wasserstand sollten zwischen den Bäumen da hinten und der unteren Kante des Bildes aber Kühe auf den Wiesen stehen…
Ein Kiebitz im Abendsonnenschein ...
Ein Kiebitz im Abendsonnenschein …
... hier hat der kleine Schreihals sogar den Schnabel offen.
… hier hat der kleine Schreihals sogar den Schnabel offen.

Dies ist ein ursprünglich bei Facebook veröffentlichter Beitrag! Dort bei Facebook geht meiner Ansicht nach die chronologische Darstellung dieser Postings im „allgemeinen Rauschen“ unter, deswegen habe ich mich entschlossen die bisher veröffentlichten Beiträge hierher zu kopieren und folgende Beiträge hier zu bringen. Facebook verlinkt zu meinem Blog automatisch, man wird Beiträge also trotzdem noch dort finden.

Cacherunde um den Winderatter See

Angeln ist ein wunderschönes Land. Jedesmal, wenn wir hier geocachen entdecken wir neue schöne Ecken von diesem Teil Schleswig-Holsteins.

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Der Winderatter See mit den umliegenden Caches

Entdeckt haben wir das Gebiet um den Winderatter See durch diesen Nachtcache. Da wir den (weshalb auch immer…) nicht finden konnten haben wir uns einen anderen Nachtcache gesucht – und diesen „DarkWinForest“ beim Winderatter Wald entdeckt. Der war genau so wie wir uns einen Nachtcache für zwei Personen vorstellten: Keine hektischen „Spiel ohne Grenzen“-Aufgaben, aber auch nicht zu einfach mit 08/15-Reflektorstrecken. Auf dem Googlemap-Screenshot ist das der unterste Smiley bei dem Waldweg.

Daß in der Nähe weitere Tradis der Owner versteckt waren hatten wir bereits beim ausbaldowern vom „DarkWinForest“ gesehen. Nun, nach dem sehr schönen Nachtcache war uns klar daß wir auch die Tagestour (hier der erste der Serie) machen müssen. Und wir wurden wieder nicht enttäuscht – es wurde alles geboten was zu einer guten, abwechslungsreichen Cacheserie gehört: Wälder, Wiesen, Feuchtgebiete, Koppeln, Knicks und Hochmoore mit nicht zu kompliziert versteckten PETlingen. Garniert mit frei lebenden Herden von Rindviechern sowie deren Hinterlassenschaften um die man manchmal Slalom laufen musste. Daß leider erst auf dem Weg zum vierten Cache Hunde per Schild verboten wurden konnte uns nicht aufhalten, Idefix wurde kurzerhand zur Handtasche erklärt und über die betreffende Koppel bis zum sechsten Cache getragen. Nach ca. 2,5 Stunden hatten wir die knapp 6km lange wunderschöne Runde durch diese beeindruckende Landschaft geschafft – alle Logbücher, auch das in der Munkiste der Nummer 11 konnten signiert werden. Caching at its best…

Auch wenn der Spruch schon reichlich abgenutzt ist: Ohne Geocaching wären wir dort niemals hingekommen.

Noch etwas: Auch bei uns im Wendland trifft man ja immer öfter Petrijünger aus den nahen und weiteren östlichen Nachbarländern. Die Hinterlassenschaften dieser Zeitgenossen sind leider nicht immer mit dem bei uns inzwischen gebräuchlichem Naturschutzverhalten kompatibel. Das gleiche Problem gibts am Winderatter See scheinbar auch:

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Warum kyrillisch wohl als erstes geschrieben wurde?

Kastanien-Miniermotte

Dieser ungebetene Gast Cameraria ohridella scheint den langen Winter überhaupt nicht vertragen zu haben. So schön wie dieses Jahr haben unsere Kastanien um diese Zeit lange nicht mehr ausgesehen:

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Nicht ein einziger brauner Fleck auf den Blättern. Hoffentlich bleibt es so, in den letzten Tagen habe ich gesehen wie einige von den Biestern herumflatterten…

1,5km bei bestem Wetter auf dem Elbdeich spazieren gehen…

… einige Wildgänse und Amseln, zwei Hasen, ein Fuchs, ein Silberreiher und der erste Schwarm Kraniche.
Herz, was willst Du mehr…?

Falls nun jemand immer noch nicht versteht warum es sich hier im Wendland so schön leben lässt – einfach mal auf ein Bild klicken:

Freilebende Wölfe im Gartower Forst

OLYMPUS DIGITAL CAMERADie EJZ schreibt heute daß der Landkreis wieder ein Wolfsrevier geworden ist. Nach vielen unabhängigen Informationen aus der Bevölkerung sollen die Tiere im Gartower Forst leben, hoffentlich lässt man sie dort auch in Ruhe weiterleben. Der Schäfer in der Nemitzer Heide wird wohl der erste sein den die Isegrimms besuchen, hoffentlich ist der dann im Fall des Falles mit den Entschädigungen zufrieden. Denn noch fehlt der letzte Beweis: DNA Tests an Kotproben, eindeutige Fotos oder ein Wolfskadaver.

Zumindestens letzteres wurde ja von Seiten der Jäger bereits beigebracht, die Sache hatte ein umfangreiches Nachspiel vor Gericht. Hoffentlich lassen alle (Gast-)Jäger im Landkreis in Zukunft den Finger gerade…

Geocaching – was mich am Dosen suchen reizt

So ganz genau wie es losging weiß ich nicht mehr:
Irgendwann fand ich in einem Artikel über die abgeschaltete Ungenauigkeit der GPS-Daten einen Link zu geocaching.com – und stellte fest daß in unmittelbarer Nähe bereits eine Dose versteckt wurde. Also rauf aufs Fahrrad und hin zu der Brücke. So fand ich meinen ersten Cache, noch ganz ohne Elektronik. Den GPS-Empfänger kaufte ich wenig später hauptsächlich für unser altes Motorboot. In den Kanälen MeckPomms gibts verschiedene Geschwindigkeitsbegrenzungen die von der Polizei auch streng überwacht werden. Um denen nicht in die Hände zu fallen kaufte ich einen Alan GPS 500, damals das einzige erschwingliche wasserdichte Gerät. „Geocaching – was mich am Dosen suchen reizt“ weiterlesen

Der Fall Kugelbake

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Die Elbe bei Gorleben war für mich schon immer ein Ort der Ruhe. Wenn man in den Buhnenfeldern sitzt nimmt man nur wenig wahr: leises Plätschern des Wassers, Vogelzwitschern, springende Fische und ab und zu mal ein Sportboot oder Binnenschiff. Das hat sich seit der Wende, davor verlief hier die innerdeutsche Grenze, auch nicht sehr verändert – auf dem Deich ‚drüben‘ sind jetzt eben Fahrradfahrer statt Vopos unterwegs.

1966 gab es hier aber einmal einen Vorfall der so hohe Wellen schlug daß selbst der ‚Spiegel‘ einen ganzseitigen Artikel veröffentlichte – der Fall „Kugelbake“ bzw. die „Schlacht vor Gorleben“:
Am 18.10.1966 lieferten sich Boote der DDR-Grenztruppen und Boote vom BRD-Zoll bzw. -Bundesgrenzschutz auf der Elbe bei Stromkilometer 492 beinahe eine innerdeutsche ‚Seeschlacht‘. Nur die Anwesenheit von britischen Besatzungstruppen auf dem westlichen Ufer verhinderte wahrscheinlich schlimmeres. An diesem Tag eskalierten die Meinungsverschiedenheiten um den Grenzverlauf zwischen den beiden deutschen Staaten. Anlass war das westliche Peilschiff „Kugelbake“, das bei seiner Arbeit durch die DDR-Grenztruppen massiv behindert wurde.
Schon vorher hatte es Vorfälle gegeben – z.B. wurde die Kugelbake bei einem anderen Einsatz beschossen, Zollboote abgedrängt und Binnenschiffer wurden behindert. Weitere Details dazu kann man in den beiden unten verlinkten Artikeln nachlesen.

Quellen und Links:
SpiegelOnline
Stader Tageblatt (Archiv nicht mehr verfügbar)

GeoCache

Hyla arborea aka Laubfrosch

OLYMPUS DIGITAL CAMERADer kleine Kerl hüpfte mir im letzten Sommer vor dem Rasenmäher davon. Er blieb nicht der einzige, die ganze Wiese war von den kleinen Kermits bevölkert. Allerdings war er der einzige der sich fotogen in die Weinblätter setzen ließ und sitzen blieb. Aufgenommen mit Oly E-1, als Linse ein altes 2,8/135mm Zuiko mit Zwischenring. Beides noch aus alten OM-Zeiten, per Adapterring drangeschraubt – also nix mit Autofokus, dafür aber mit Arbeitsblende…

Nachtrag vom 09.02.2013: Ich habe die Nutzungsrechte an diesem Bild für einen begrenzten Zeitraum vergeben. Deshalb steht dieses Bild bis auf weiteres nicht unter der sonst hier gültigen Lizenz zur Verfügung!