Garmin Colorado 300

coloradoBisher hatte ich zum cachen Beeline-GPS auf einem MDA Vario 2 mit per Bluetooth angebundener GPS-Maus verwendet was immer ein wenig umständlich war: Die Maus in der einen Hand, in der anderen das Handy… Nachdem ich von meiner Firma nun den Nachfolger MDA Vario 4 bekommen habe hoffte ich auf die externe GPS-Maus verzichten zu können, schließlich hat das schicke Handy ja einen eigenen GPS-Empfänger eingebaut. Aber Pustekuchen – Beeline-GPS kann bei dem eingebautem Empfänger den Static-Navigation Modus nicht abschalten. Das führt dazu das Positionsupdates bei langsamer Bewegung in Schrittgeschwindigkeit nur in großen Abständen durchgeführt werden. Für die Autonavigation ist das sicherlich ideal, so hüpft die Karte beim warten vor einer roten Ampel nicht herum. Für Geocaching ist das aber schlicht Mist, schließlich will man sich ja auch meterweise an die Zielkoordinate heranbewegen können.

Aus Frust darüber hab ich angefangen mich mit dem Angebot von Garmin auseinander zu setzen. Ein Garmin sollte es sein weil die Geräte bei GC.com direkt von der Cacheseite programmiert werden können. Externer Speicher, topographische Karten und ein möglichst großes Display wollte ich auch gerne haben – damit blieben eigentlich nur der Gpsmap 60csx und die Colorados bzw. Oregons übrig. Letztendlich entschloß ich mich zum Kauf eines Colorado 300 bei diesem Laden – und wurde nicht enttäuscht: Superschneller Versand und sehr gute Informationen über den Status der Bestellung. Nach drei Tagen hatte ich das Paket einen Tag vor Weihnachten in den Händen… (Nein, ich habe keinerlei weitere Beziehungen zu dem Laden! Aber guter Service muß auch mal gelobt werden…)

Bisheriges Fazit zu dem Colorado: Einfach gut – ausgepackt, Batterien rein, eingeschaltet und trotz der komplexen Möglichkeiten des Gerätes sofort damit zurecht gekommen.

Man liest ja einige negative Dinge von dem Colorado:

  • Hoher Batterieverbrauch – kann ich nicht bestätigen, mit 2000er Eneloops habe bisher einmal wechseln müssen. Gefühlsmäßig erreichte er 12-14 Stunden mit den neuen Akkus, also nicht so schlecht.
  • Schlechter Empfang – kann ich auch nicht bestätigen. Ist zwar langsamer als der MDA, aber der holt sich die Satellitenpositionen aus dem Internet. Und wenn der Colorado erst einmal einen Fix hat verliert er den auch nicht unter schlechteren Bedingungen.
  • Betriebsanleitung fehlt – die ausführliche Betriebsanleitung ist nur auf CD vorhanden, aus meiner Sicht wäre ein gedrucktes Exemplar aber Papierverschwendung – erstens passt die Anleitung sowieso nicht zur installierten ROM-Version und zweitens sollte jeder, der sich so ein Gerät kauft schon vorher die Anleitung online besorgt haben um mal zu schmökern was das Ding denn so alles kann.
  • Das einzige was bisher nicht so klappt wie erwartet ist die Darstellung von Openstreetmap-Karten – in einer Kachel werden die Straßen nicht korrekt dargestellt. Das kann aber auch ein Fehler beim rendern der Karten sein, da bin ich noch am tüfteln.

Ich werde weiter berichten…

Alle Winter wieder…

Wie in jedem Winter schaffen es die Straßenmeistereien in Lüchow und Dannenberg nicht die Straßen so zu räumen wie es in den Nachbarkreisen gemacht wird. Selbst heute, fünf Tage nach den Schneefällen gibt es auf der B216 zwischen Metzingen und Göhrde immer noch einseitige Eisplatten. Aber dieses Jahr ist es für die Orangen besonders peinlich, sie mussten dem Landkreis empfehlen für einen Tag die Schule ausfallen zu lassen weil die Straßen einen sicheren Schülertransport nicht zuließen – als einziger Kreis in Niedersachsen. Im Netz und der EJZ gab es dazu eine lustige Sammlung von Ausreden zu lesen:

– „…ich finde nicht, dass schlecht geräumt ist“
Eine mutige Aussage wenn man bedenkt daß an den Steigungen in der Göhrde die LKW hängen blieben weil das Eis auf der Straße dort buchstäblich blankpoliert wurde. Und das gleich zwei Tage lang.

– „…starker Frost, viel Schneefall…“
Naja, zumindest der starke Frost wurde doch durch Kachelmann&Co. lang und breit angekündigt. Und was die besonders starken Schneefälle angeht, mehr als 10cm sind das nun wirklich nicht geworden. Soviel ist in SAW und SDL auch runtergekommen.

– „Aufgrund einer Arbeitszeitenregelung aus Hannover sind aber nur 10-Stunden-Schichten erlaubt. Und in der Nacht dürfen wir nur in extremen Ausnahmefällen arbeiten.“
Diese ‚hannoversche Arbeitszeitenregelung‘ ist §3 Arbeitszeitgesetz nach dem eine Schicht 10h nicht überschreiten darf. Dieses Bundesgesetz gilt überall in der Bundesrepublik, alle Arbeitgeber, also auch alle Straßenmeistereien müssen damit leben. Nur in DAN klappt es nicht…

-„…die Schneedecke ist inzwischen so festgefahren, dass die Räumfahrzeuge nichts nützen.“
Etwas überspitzter formuliert: Wie sollen wir denn räumen wenn die bösen Verkehrsteilnehmer uns den Schnee festfahren…

– „Während der Nachtpause schneite es dann heftig.“
Sowas soll vorkommen. Im Zeitalter der modernen Kommunikationstechnik hätte man das aber einige Stunden vorher im Internet durchaus sehen können. Es wäre dann eine gute Idee gewesen einige Leute nach Hause zu schicken damit sie später, wenn es nötig ist eingesetzt werden können. Das ginge auch bei der ominösen ‚hannoverschen Arbeitszeitenregelung’…

– „Außerdem wird uns ja immer wieder gesagt, wir sollen nicht so viel Salz einsetzen.“
Stimmt, finde ich auch gut wenn mit dem Zeug nicht rumgesaut wird. Aber die anderen Landkreise kriegen es auch hin, und Bäume wachsen in LG und UE auch noch…

Nun ist es ja nicht so daß sich die Schneekatastrophe von vor 30 Jahren wiederholt, es ist ein wenig kälter als in den letzten Wintern, besonders viel Schnee ist auch nicht gefallen – was wollen die denn machen wenn es mal richtig schneit? Immerhin hat sich nun der Landrat eingeschaltet, mal sehen ob da was rauskommt…

Sender Höhbeck

Seit über 30 Jahren gehören die beiden Stahlgittermasten der Funkübertragungsstelle Gartow 1/2 zum vertrauten Bild des Höhbecks. Ein Blick zum Berg und je nach dem wieviel man von den beiden rot-weißen Spargeln sieht weiß man ob es klar oder diesig ist und wie tief die Wolken hängen.

Eigentlich sind diese beiden hohen Bauwerke ein Relikt aus dem kalten Krieg: Der kleinere Mast Gartow 1 wurde 1963 gebaut um Telefonverbindungen per Funk nach Berlin zu realisieren und um Radio- und Fernsehprogramme auszustrahlen. Zur Sicherstellung der TV-Versorgung Lüchow-Dannenbergs wäre allerdings sicherlich kein rund 320m hoher Mast direkt an der DDR-Grenze nötig gewesen, man wollte wohl eher so weit wie möglich die DDR abdecken… Und der Mast Gartow 2 wurde sieben Jahre später errichtet um weitere Richtfunkverbindungen nach Berlin-Frohnau nach West-Berlin zu realisieren, die Kapazitäten von Gartow 1 waren schnell ausgeschöpft. Nachdem in 2007 der letzte TV-Sender abgeschaltet wurde sind die beiden Masten nun arbeitslos geworden – Gartow 2 dient noch als große Windmeßanlage und Amateurfunker haben da wohl auch noch einige Relais drauf, Gartow 1 ist inzwischen leer.

Mit dem ersten Mast (Gartow 1) soll es deshalb nun bald vorbei sein – nach einem Artikel in der EJZ sollte der Mast eigentlich am 31.12.08 um 24:00 Uhr per Sprengung demontiert werden. Wegen Asbestproblemen ist dieser Termin erst einmal verschoben worden, genaueres ist z.Zt. nicht bekannt. Laut der aktuellen Gerüchteküche soll der Mast durch kappen der östlichen Pardunen in ganzer Länge nach Westen umfallen, über die Straße zur Schwedenschanze hinweg. Schauen wir mal – egal wie das Ding heruntergeholt wird, da will ich dabei sein…

Ich lebe noch…

… glücklicherweise.

Herzinfarkt? Ja, da kenne ich welche, die hatten so etwas schon einmal. Die sind meistens dick. Oder rauchen wie ein Schlot und bewegen sich kaum.

Das war bisher mein Umgang mit dem Thema – ich selbst kriege doch keinen Infarkt, dazu bewege ich mich zu viel und das bisschen rauchen ist schon nicht so schlimm. Entgegen meiner Meinung hat sich mein Herz Ende August entschlossen doch zu streiken. Durch sehr glückliche Umstände konnte meine Frau mich schnell ins Dannenberger Krankenhaus bringen wo ich sofort reanimiert und versorgt wurde. Wäre dieser Freitag für mich ein „normaler“ Arbeitstag gewesen und kein arbeitsfreier Tag würde ich diese Zeilen jetzt nicht mehr schreiben.

Zwei Monate und ein paar Tage sind nun ins Land gegangen – Intensivstation, Akut-Klinik, drei Wochen Rehabilitation und zum Schluß drei Wochen zu Hause, Zeit für eine Zwischenbilanz:

Was hat sich sich geändert? Ich rauche immer noch nicht wieder (toitoitoi…), ernähre mich ein wenig bewusster und bewege mich auch bewusst mehr. Treppe statt Aufzug, Spazierengehen mit der Frau auch wenn es schon dunkel wird, für kurze Entfernungen das Fahrrad statt Auto. Horche mehr in den Körper hinein, beobachte den Blutdruck zwei Mal am Tag.

Was hat sich nicht geändert? Ich trinke weiterhin ab und zu ein Bier oder einen Malt, wurde von den Ärzten auch nicht auf den Index gesetzt. Currywurst/Pommes bleiben auch. Und um andere tierische Fette egal in welcher Form mache ich auch keinen Bogen…

Ich fühle mich wohler als vorher, obwohl ich nicht beschreiben kann was denn vorher schlechter oder anders war. Trotzdem bleibt eine latente Angst daß es wieder passiert, wohl auch weil mir keiner der Ärzte genau sagen konnte warum denn nun die eine Ader da verstopft war.

Mal sehen wie es jetzt weitergeht – hier im Blog soll es jetzt wieder etwas lebhafter werden…

Die Schwarzcacherin…

…war das nächste „Trackable Item“ daß wir an uns nahmen: Ein Travelslug, sozusagen die Lowcost-Variante der Travelbugs. Gefunden in Rosche: Les Trois Chenes, der älteste Cache den wir bisher fanden. Leider vergass ich das Teil zu fotografieren, was besonders schade war weil die Schwarzcacherin da drauf per „Fahndungsfoto“ verewigt war. Die Dame flog mit uns über den großen Teich und wurde dort wieder ausgesetzt.

  • Found: 29.06.08
  • Dropped: 20.07.08
  • Distanz: 6654km

All in one Geocoin

all_in_one_2007Die erste Geocoin All in one Geocoin die wir an uns nahmen lag in dem besten Cache den wir bisher gemacht hatten: Final Departure.

Ein Cache den wir sage und schreibe vier Mal angefahren sind weil er uns einfach fesselte. Nicht, weil wir unbedingt die Ersten sein wollten (naja, ein klein wenig doch wegen des Meteoritensplitters…) sondern weil dies der erste Multi war, der nicht nur aus „Dosen mit Hinweisen suchen“ bestand. Daß sich am Ende mit des Owners Hilfe herausstellte daß wir mehrere Male förmlich auf der Dose gesessen hatten machte überhaupt nix…

Ausgesetzt haben wir die Coin während unserer USA-Reise im Leg Strecher Westbound

  • Found: 20.06.08
  • Dropped: 22.07.08
  • Distanz: 6653.5km

Geocaching – was mich am Dosen suchen reizt

So ganz genau wie es losging weiß ich nicht mehr:
Irgendwann fand ich in einem Artikel über die abgeschaltete Ungenauigkeit der GPS-Daten einen Link zu geocaching.com – und stellte fest daß in unmittelbarer Nähe bereits eine Dose versteckt wurde. Also rauf aufs Fahrrad und hin zu der Brücke. So fand ich meinen ersten Cache, noch ganz ohne Elektronik. Den GPS-Empfänger kaufte ich wenig später hauptsächlich für unser altes Motorboot. In den Kanälen MeckPomms gibts verschiedene Geschwindigkeitsbegrenzungen die von der Polizei auch streng überwacht werden. Um denen nicht in die Hände zu fallen kaufte ich einen Alan GPS 500, damals das einzige erschwingliche wasserdichte Gerät. „Geocaching – was mich am Dosen suchen reizt“ weiterlesen

Highland Punch

Egal wo man in Bloggingen hinschaut: Fast jeder hat mindestens ein Kochblog in der Linkliste und einige Rezepte unter den Beiträgen. Gibts da eventuell einen Zusammenhang mit der Kochsendungsinflation im TV in der letzten Zeit?
Egal, ich schließe mich jetzt an – mit einem zur Jahreszeit überhaupt nicht passenden Punsch…

„Highland Punch“ weiterlesen

Republik Freies Wendland

Für rund 4 Wochen bestand in Lüchow-Dannenberg einmal ein Zwergstaat: Die Republik Freies Wendland.

Hintergrund dieser „Staatsgründung“ waren die seit 1977 fortschreitenden Vorbereitungen zur Errichtung eines Nationalen Entsorgungszentrums für radioaktive Abfälle auf einem Gebiet, welches fünf Jahre zuvor durch einen verheerenden Waldbrand zu einem großen Teil in eine Wüste verwandelt worden war. Einer der Höhepunkte der damaligen Auseinandersetzungen zwischen Ordnungskräften und Atomkraftgegnern war die Besetzung der geplanten Tiefbohrstelle „Gorleben 1004“ durch ca. 5000 Atomkraftgegner am 3.Mai 1980. In den folgenden Tagen wurde dort ein Hüttendorf gebaut und auf dem Gelände ein eigener Staat proklamiert. Pässe wurden ausgegeben, Grenzmarkierungen errichtet und ein UKW-Sender in Betrieb genommen. Gut vier Wochen später, am 4. Juni 1980 wurde das Gelände von Ordnungskräften aus Polizei und Bundesgrenzschutz geräumt. Weitere Informationen und Hintergründe dazu gibts hier und hier.

Wenn man die Bilder aus dem zweiten Link mit der heutigen Situation dort vergleicht kann man kaum glauben daß es sich um den gleichen Ort handelt. Heute ist dies einerseits eine schöne Wald- und Heidelandschaft die keinen Vergleich zu den Postkartenmotiven aus der Lüneburger Heide scheuen muß, andererseits befindet sich dort eine in den Wald gestanzte Asphaltplatte mit zwei Bohrlöchern, die mühsam von der Natur zurückerobert wird. Von dem Hüttendorf und seinen engagierten Bewohnern ist keine Spur mehr zu entdecken.

Die meisten meiner Caches beschäftigen sich mit der Geschichte des Wendlands. Auch die BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg und ihr ‚Widerstand‘, wie die Mitglieder trotzig ihre teilweise spektakulären Aktionen nennen sind Teil dieser Geschichte. Das Hüttendorf und die Republik Freies Wendland sind Symbole dieser Zeit vor bald 30 Jahren – und darum dieser Cache.

GeoCache