Mitten im Wald, irgendwo bei Tosterglope…

…frei mit dem Wohnmobil stehen – mehr Ruhe und Stille geht eigentlich nicht. An dieser vergessenen, alten gepflasterten Strasse mitten durch den Wald liegt ein kleiner Festplatz mit Hütte, Feuerstelle und Sitzbänken der von örtlichen Jägern und Forstleuten betrieben wird. An Walpurgis fand hier ein Geocaching-Event statt, an dem wir teilnahmen und dann die folgende Nacht verbrachten.
Sicherlich nix für Leute die an den bösen Wolf und Räuber Hotzenplotz glauben – wir fanden es schön.

Stellplatz „Im Reich der Götter“, Tiessau

Einer der Stellplätze in unserer „direkten Nachbarschaft“. Wir sind hier schon dutzende Male dran vorbei gefahren, und haben uns dann immer gesagt daß man diesen Platz schon wegen des ungewöhnlichen Namens einmal ausprobieren müsste. Nun, auf dem Weg zu einem Geocaching-Event passte es einmal. Wir wurden positiv überrascht, dieser Stellplatz ist ein kleiner Geheimtip. „Stellplatz „Im Reich der Götter“, Tiessau“ weiterlesen

Stellplatz Kanzlers Weide, Minden

Auf dem Rückweg aus Holland haben wir hier übernachtet.
An sich ein gut angelegter Platz – wenn nicht die Begleiterscheinungen in Form von diversen Autoposern wären, die bis zum spätesten Abend ihre nicht vorhanden Auspuff-Schalldämpfer spazieren fahren.
Hier kommen wir wohl nicht wieder her…

Stellplatz „Het Groene Hart“, Abbenes, NL

Eigentlich sollte dieser schöne Stellplatz unsere Basis für den Besuch des Keukenhofes und des jährlichen Blumencorsos sein – daraus wurde leider nichts. Zuerst versagte die Hinterradnabe meines EBikes ihren Dienst als Getriebe. Und, was viel schlimmer war, unser Idefix wurde von einem bissigen britischen Rottweiler angefallen und verletzt.
So können wir von hier nur berichten daß die beiden Betreiber äusserst hilfsbereit sind und daß der Tierarzt der beiden sehr kompetent ist.

Den geplanten Besuch werden wir nächstes Jahr wiederholen, dann hoffentlich mit gesundem Hund und Fahrrad-Getriebe…

 

 

Eine kleine Kneipe, 14 Biere vom Fass und weitere 200 Biere im Flaschenausschank…

Bier, Bier und nochmal Bier, in allen möglichen internationalen Erscheinungsformen, soweit das Auge reicht!
Wo bei man zugeben muss dass man in diesem kleinen Laden nicht sehr weit schauen kann, denn diese Schankwirtschaft in der Amsterdamer Strasse Raamsteeg hat eine geschätzte Grundfläche von lediglich 60 Quadratmetern. Die Wände sind zum grössten Teil von einer mit Kreide handgeschriebenen „Getränkekarte“ bedeckt, der Rest der Wandfläche wird von Plakaten und Schildern verziert, auch hier gibts nur ein Thema – Bier. Je nach Bierart und Brauerei greift der Wirt auch treffsicher das passende Glas aus den vielen Regalen und kredenzt den Gerstensaft dann nach Art eines Biersommeliers.

Unser Besuch dieses gemütlichen Gerstensaft-Tempels war ein Erlebnis, welches ich bei unserem nächsten Besuch in Amsterdam mit Sicherheit wiederholen werde. Auch hier noch einmal Dank an unseren Guide Dominik!

Der alte Bock ist immer noch da…

Vor einem Jahr und einigen Tagen postete ich hier im Blog etwas über einen erfahrenen und pfiffigen Rehbock, der schon länger in den offenbar unbejagten Dömitzer Elbwiesen lebt. Er ist immer noch da, im Licht der niedrig stehenden Sonne trat er aus dem Busch und zupfte völlig entspannt ein wenig an den Wiesenkräutern herum:

Stellplatz Citycamp, Amsterdam, NL

Station 4 auf unserer NL-Tour. Wir haben uns auf längeren WoMo-Touren angewöhnt, nur von Tag zu Tag bzw. von Stellplatz zu Stellplatz zu planen. Bevor wir von Zuhause losfahren sprechen wir uns eigentlich nur darüber ab, was das erste Ziel ist, und in welche Richtung es von dort weitergehen soll. Alles andere wird während der Tour ausbaldowert.

Aussichtspunkt A’DAM bei Nacht

So war es auch hier – in der groben Vorplanung war mir eigentlich nur klar, daß wir irgendwie an Amsterdam vorbei müssen. Mitten hindurch wollte ich eigentlich nicht, denn trotz des sehr eng gestrickten Autobahnnetzes in der Stadt zeigte Google-Maps dort immer sehr dichten Verkehr an. Bei der Suche nach dem nächsten Stellplatz „links oder rechts“ von Amsterdam fiel mir aber auf, dass es dort einen relativ großen Stellplatz gibt, so groß dass man dort in der Vorsaison im April eigentlich spontan einen Platz bekommen müsste. Also einigten wir uns, daß wir sehr früh losfahren wollten um dort vor Ort zu sein, wenn die Abreisewelle dort beginnt. Es klappte wie geplant – keine Staus, an den wenigen Ampeln kam mit einem Stop durch. Am Tor wurden wir von einer netten (vielsprachigen…) Mitarbeiterin begrüsst, die uns auch gleich bei der Bedienung des Buchungssystems unterstützte. Da ich vergass ein Foto vom Stellplatz selbst zu machen gibts hier einmal die Ansicht von Google Streetview, da kann man sich auch gleich ansehen wie man sich auf den letzten Metern einordnen sollte…:

Ganz in der Nähe des Stellplatzes gibts einen Anleger einer kostenlosen Fähre über den Fluss Ij zum Hauptbahnhof, damit ist man nach ca. 15min mitten in der City von Amsterdam. Schon der Ausblick während der ersten Fahrt auf dem Ij hat uns überwältigt. Zur Stadt selbst möchte ich hier garnicht viel schreiben – man sollte mindestens einmal selbst hier gewesen sein und das besondere Flair Amsterdams erlebt haben…

Bei der Gelegenheit sollte man dann auch einmal in das Cafe Gollem Raamsteg einkehren – 200 Sorten Bier in einer heimeligen Atmosphäre einer kleinen Kellerkneipe. Diesem netten Ort werde ich demnächst aber noch einen besonderen Blogbeitrag spendieren, den ich dann auch hier verlinken werde. Diesen Tip haben wir von einem befreundeten Wendländer, der inzwischen in NL wohnt und arbeitet, und uns am Abend unseres Besuchs dort hin verschleppte – vielen Dank noch einmal an Dominik D., falls Du dies liest…!

Stellplatz Tulpenexcursie, Slootdorp, NL

Station Drei unserer NL-Tour, ein Tulpenhof in Slootdorp. Ausgestattet mit allem was man braucht, sogar WiFi und Ladestationen für EBikes gibts. Die Betreiberin/Verwalterin war sehr nett, als ein weiterer germanischer Wohnmobilist mit Kuschelsyndrom der Meinung war sich mit Minimalabstand zwischen uns und unseren Nachbarn drängeln zu müssen, hat sie uns zum Trost und als Entschuldigung dafür einfach auf eine große Wiese für uns alleine gelotst.

Hier lernt man auch, dass die Niederlande platt sind, zu einem großen Teil unter dem Meeresspiegel liegen und man selbst eigentlich gerade auf dem Boden der Nordsee spazieren geht – so weit das Auge reicht Äcker mit Blumen und Gemüse in verschiedenen Aggregatzuständen. Und wenn der Acker frisch gepflügt ist, sieht man Unmengen von Muschelschalen – an Kalk mangelt hier bestimmt nicht in den Böden…

Niewe Vissershaven, Harlingen, NL

Harlingen, die zweite Station auf unserer NL-Tour. Der Stellplatz liegt zwar am Rand einiger Hafenbetriebe und in Sichtweite einer Schleuse, trotzdem war es relativ ruhig und wir konnten hier eine Nacht gut schlafen. In die Innenstadt mit ihren schönen Häusern entlang der Strassen und Grachten kommt man schnell zu Fuss, Zuiderhaven und Oude Buitenhaven machen mit den vielen alten Plattbodenseglern zwar einen Museumseindruck, die Schiffe sind aber alle in Privathand und wurden gerade für die kommende Saison aufgehübscht.

Auf meiner üblichen Suche nach einheimischen Bieren wurde ich in Harlingen auch fündig, in den Läden von Albert Heijn (haben vom „Kundenerlebnis“ her sehr viel Ähnlichkeit zu modernen Edekas) gibts ein ganzes Regal mit besonderen Bieren, nach Geschmacksrichtung sortiert:

U.a. viele leckere Sorten aus Belgien. Deutsche Biere gibts natürlich auch, neben den unvermeidlichen Erdingern, Paulanern & Franziskanern fand ich aber immerhin auch die Papierflaschen von der Insel Rügen…