Stellplatz am Kreishafen, Rendsburg

Der Rendsburger Kreishafen bei Nacht, und die Brückenpylone auch noch in der Farbe meines Arbeitgebers…
Mit dem Lärm der stündlich die Hochbrücke passierenden Zügen muß man leben können. Die meisten Plätze sind in mindestens eine Richtung uneben, die Sanicontainer noch neu – ansonsten ist zu dem Stellplatz nicht viel zu schreiben. Wenn erst die Schwebefähre wieder fährt wird es sicherlich Spaß machen per Fahrrad eine Runde um den Kreishafen zu drehen. Bis dahin werden wir zum große Pötte gucken wohl eher lieber nach Schachtholm fahren…

Wohnmobilstellplatz an der Marina Eisvogel, Finowfurt

Dieser kleine Wasserwander-, Stell- und Campingplatz ist eine ideale Basis um Radtouren zu unternehmen, spazieren zu gehen oder einfach nur zu entspannen. Die Anfahrt geht tatsächlich über die uralte Kopfsteinpflastertrasse, die das Navi vorschlägt, die wird aber nach einigen Metern wieder zu einer richtigen Strasse. Um mit der Schippelschute auf dem Kanal zu fahren waren wir zu früh da, trotzdem haben wir uns dort sehr wohl gefühlt. Bis auf eine einfache Chemiekloentsorgung (Falls keine Chemie in der Kassette ist: Betreiber fragen, der weiß eine Lösung!) ist alles da was man braucht. Abends wird es sehr ruhig, die nahe Autobahn ist fast nicht zu hören. Wenn man sich dann still ans Wasser setzt kann man im Kanal die Biberfamilie beobachten, die auf der gegenüber liegenden Halbinsel lebt. Um die Gegend auch vom Wasser kennenzulernen werden wir sicherlich noch einmal wieder kommen.
Ganz großes kulinarisches Kino gibts bei Spießburger, einer sehr empfehlenswerten Burgerschmiede im Ort. Sowohl die „normalen“ Burger auf der Karte sind ein Genuß, die „Sonderkreationen“ mit Wasserbüffel oder Wild sind nochmal besser – absolut empfehlenswert!

Stellplatz Ditzum Am Deich

Ditzum, zum ersten mal haben wir hier auch übernachtet. Besonders die dortige Fischbrötchenbude ist ja bekannt aus Film und Fernsehen, wir waren nun zum dritten(?) Mal dort – und wieder war die Bude zu. Scheinbar wird sie nur noch geöffnet wenn die Fernsehpolizisten aus der „Friesland“-Serie ein Krabbenbrötchen futtern möchten… 😉
Macht aber nix, denn das Fischhaus Ditzum war offen, und da gibts leckere, frisch gemachte Fischgerichte zu sehr moderaten Preisen.

Der Stellplatz war nachmittags übervoll, wie eigentlich immer. Was sicherlich noch mehr zum Normalzustand wird, wnn die gerade im Bau befindlichen sanitären Einrichtungen in dem Feuerwehrhaus erst einmal fertig sind…

Foodporn. Oder: Wenn Upload-Filter verrückt spielen…

Daß Pam und ich manchmal gerne unser Essen fotografieren und die Ergebniss dann auch unseren Freunden sozialmedial mitteilen dürfte ja bekannt sein. Facebook mag heute aber offensichtlich keine lecker gewürzten Bierdosenhähnchen, wenn wir dieses Foto hochladen wollen gibts nur ein Gefasel von Fehlern zurück.
Kann natürlich auch sein daß da ein Uploadfilter irgendwas unbekleidetes, solariumbraunes in einer eindeutigen Position erkennt…

Reisemobilpark Sagter Ems, Strücklingen

Ein Kleinod in der Landschaft der Wohnmobil-Stellplätze!
Eine ähnliche Formulierung wurde in Verbindung mit diesem Stellplatz schon woanders genutzt, weil es in diesem Fall aber mit Fug und Recht zutrifft schreib ich es auch noch einmal. „Reisemobilpark Sagter Ems, Strücklingen“ weiterlesen

Stellplatz am Polenmarkt Hohenwutzen, Polen

Die bekannte, große Polenbasar in Osinów Dolny bietet Campern und Wohnmobilisten die Möglichkeit, auf einer Wiese am Oderufer kostenfrei zu übernachten. Es gibt dort auch 12 Stromsäulen, nicht ausreichend für die riesige Rasenfläche auf der man sich zwanglos hinstellen kann, Entsorgung und einen Platzwart gibt es nicht. Die sanitären Anlagen des Basars darf man mitbenutzen, sind allerdings ein wenig weit weg.
Leider fühlte sich bei unserem Besuch ein Bewohner der neueren Bundesländer, nach seiner späten Ankunft mit seinem Wohnwagen, genötigt lautstark den Platzwart zu geben. Er mokierte sich über die Aufstellung der schon anwesenden Mobile, zitierte aus einer angeblich irgendwo hängenden Platzordnung (in der zur Aufstellung nichts steht) und quetschte seinen Wowa in eine kleine Lücke, weil er dort immer so steht. Typisch deutsch eben, es war fremdschämen angesagt…
Insgesamt ein ausserordentlich vorurteilsfördernder Auftritt, der uns veranlasste den Platz wieder zu verlassen.

SP an der Gaststätte „Zum Zickenzeller“, Neuzelle

Ein Stellplatz etwas anderer Art – hier wird Gastfreundschaft anders definiert. Wer auf deutsche Ordnung und peinliche Sauberkeit Wert legt sollte zu dieser (ehemaligen Gaststätte? ) nicht hinfahren…
Es fängt schon mit der Fahrt auf den Hof an: Es geht durch eine enge Einfahrt eine steile Rampe herunter auf den Hinterhof der ehemaligen Gaststätte. Dort unten ist genug Platz zum wenden, man kann sich hinstellen wo man möchte. Strom gibts am gemauerten Gartenofen, Wasser am Hahn in der Ecke, die sanitären Anlagen sollte man besser nicht nutzen…
Einen geregelten Gaststättenbetrieb gibt es (vermutlich seit dem Tod der Wirtin) scheinbar nicht mehr, trotzdem hat uns der Wirt ein leckeres Mittagessen gekocht. Dabei erzählte er uns gleich, daß er den besagten Ofen schon den ganzen Tag vorheizt, weil abends ein Lamm darin gebraten werden soll.
Ich nutzte erst einmal die relative Nähe zur Neuzeller Klosterbrauerei und deckte mich zu Fuß mit einheimischen Brauerzeugnissen ein.
Dabei meldeten wir uns dann auch zur Brauereiführung an – die sollte man auf jeden Fall einmal mitmachen, denn hier wird gezeigt, daß man auch große Mengen Bier trotzdem noch handwerklich produzieren kann. Es wird tatsächlich noch per Hand gebraut, von Prozeßsteuerungen gibts hier keine Spur. Durch die Brauerei wurden wir von dem Lebensmittelchemiker der Firma geführt, mit seiner launigen Art und den Anekdoten die er zum Besten gab machte die Führung wirklich viel Spaß. Danach gabs dann auch noch die übliche Bierverkostung…
Abends zog dann tatsächlich ein sehr leckerer Bratenduft durch das Wohnmobil – der Wirt hatte mit seinen weiteren einheimischen Gästen das Lamm in den Ofen geschoben. Mit seinen Freunden wurde der Braten dann zünftig verspeist – auch wir wurden eingeladen etwas davon zu probieren.

SP Holländerwindmühle Straupitz

Ursprünglich planten wir für diese Reise, den Spreewald wie ein Pauschaltourist zu besichtigen. Dazu wollten wir mitten rein nach Lübbenau und uns auf einen der riesigen Kähne stopfen lassen, nur um sowas auch einmal gemacht zu haben.
Glücklicherweise kam es anders – ein Camper an unserer vorherigen Station hatte uns von der Bockwindmühle Straupitz erzählt. Der Ort läge am Rand des klassischen Spreewalds, dort würden ebenfalls Kahnfahrten angeboten und es wäre nicht so überlaufen und durchorganisiert wir in den Spreewaldhochburgen. Außerdem gäbe es bei der Windmühle auch einen Wohnmobilstellplatz.
Für uns, die wir eigentlich keinen durchorganisierten Massentourismus mögen hörte sich das sehr gut an – in den einschlägigen Apps und Webseiten gab es aber überhaupt nichts zu einem Stellplatz in Straupitz, einzig bei der Anfahrtsbeschreibung auf der Mühlenwebseite wurden vier Stellplätze erwähnt.
Nach einem Anruf, bei dem uns sehr freundlich gesagt wurde daß es kein Problem wäre uns unterzubringen war für uns klar: Das probieren wir aus, weiterfahren kann man ja immer. Wir wurden auch vor Ort noch einmal sehr freundlich empfangen, gegen Pfand wurde uns ein Schlüssel für die Gästetoilette ausgehändigt. Am Platz gibt es Strom aus einem Baustromverteiler, Wasser aus dem Hahn am Stellplatz gab es leider nicht da die Leitung geplatzt war. Machte auch nix, man hat ja eine Kanne an Bord und kann so das verbrauchte Wasser wieder nachtanken.

An der moderierten Führung durch die Mühle haben wir nicht teilgenommen, statt dessen konnten wir uns völlig frei in dem gesamten Komplex mit Korn-, Öl- und Sägemühle bewegen. Die Ölmühle war gerade im Schaubetrieb, so konnten wir frischestes, noch warmes Leinöl probieren. Genau dieses Produkt wird auch in der angeschlossenen Restauration mit Quark und Pellkartoffeln verkauft – mir hat es wider Erwarten sogar sehr gut geschmeckt. In dem Mühlenladen werden auch andere Erzeugnisse rund um Leinsamen auch online verkauft, u.A. auch ein fein gemahlenes Leinkuchenmehl welches wir inzwischen beim Brotbacken verwenden um das eigene Brot noch bekömmlicher und (für uns…) besser verdaubar zu machen. Ein paar Gramm zu jedem Brotrezept genügen, selbst bei Dinkelbaguettes verwende ich es regelmäßig.

Auch Spreewald-Kahnfahrten werden im Ort angeboten. Beim Gassi gehen bekamen wir allerdings in der Touri-Info die Auskunft, daß noch keine Fahrten gemacht wurden, jedoch fiel uns auf, daß einer der Kähne im Hafen abgedeckt und geschmückt war. Direkt daneben war jemand dabei, die Rabatten zu pflegen. Auf Nachfrage sagte uns der Mann, daß die Auskunft aus der Info falsch sei und natürlich bereits Fahrten gemacht werden. Zur nächsten vollen Stunde sei die nächste Fahrt vorgesehen, und er würde uns gerne durch die Kanäle staken. Bis zu dem Termin waren es noch 40 Minuten, in der Zeit schafften wir es den Hund quer durch den Ort ins WoMo zu verfrachten und mit Kameras bewaffnet 3 Min vor Voll wieder zurück im Hafen zu sein.
Dort waren wir dann die einzigen Fahrgäste, weshalb wir annahmen daß die Fahrt nun wegen zu geringer Beteiligung ausfallen würde – Irrtum, das Ganze wurde eine zweistündige, romantische Kahnfahrt durch die Wälder und Wiesen nur für uns Zwei: