Freilebende Wölfe im Gartower Forst

OLYMPUS DIGITAL CAMERADie EJZ schreibt heute daß der Landkreis wieder ein Wolfsrevier geworden ist. Nach vielen unabhängigen Informationen aus der Bevölkerung sollen die Tiere im Gartower Forst leben, hoffentlich lässt man sie dort auch in Ruhe weiterleben. Der Schäfer in der Nemitzer Heide wird wohl der erste sein den die Isegrimms besuchen, hoffentlich ist der dann im Fall des Falles mit den Entschädigungen zufrieden. Denn noch fehlt der letzte Beweis: DNA Tests an Kotproben, eindeutige Fotos oder ein Wolfskadaver.

Zumindestens letzteres wurde ja von Seiten der Jäger bereits beigebracht, die Sache hatte ein umfangreiches Nachspiel vor Gericht. Hoffentlich lassen alle (Gast-)Jäger im Landkreis in Zukunft den Finger gerade…

-17°C

minus17grad

Sibirische Temperaturen in den Nächten, wochenlang liegt im Wendland mehr Schnee als im Schatten der Alpen, das Streusalz im Landkreis ist verbraucht, aktuell wird zum kommenden Wochenende noch „viel mehr“ Schnee angedroht – wenn so der Klimawandel aussieht wird es wohl nix mit den Palmen in Norddeutschland von denen manche Klimawandel-Verniedlicher träumen.

Vor 20 Jahren…

…war ich einfach zu blöd. Ich hab damals zwar erkannt daß ich ein einzigartiges Ereignis miterlebe und die folgenden Wochen genossen – aber ich habe nicht ein einziges Foto aus der Zeit. Trotz vorhandener OM2 mit ansehnlichem Objektivsortiment habe ich damals keine Bilder gemacht, dafür könnte ich mir heute in den Allerwertesten treten.

Neue Gorlebenfrage: Was kommt nach dem Bergwerk?

Was soll nun mit dem Schacht im Salzstock Gorleben und dem Gelände drumherum geschehen? Verantwortungsvolle Politiker würden nun damit beginnen sich Gedanken über die zukünftige Nutzung des EB zu machen, aber Politiker dieser Sorte sind ja dünn gesät.

Trotzdem – was könnte man denn nun damit machen:

  • Das Bergwerk mit dem Abraum wieder verfüllen? Wenn das mal nicht zu teuer wird, war ja schließlich aufwändig genug das Zeug aus der Erde zu holen…
  • Salzhaltige Luft soll ja sehr gesund sein, also einen Kurbetrieb? Naja, wenn sich unabhängige Gutachter(?!?) dafür finden lassen – „Bad Gorleben“ hört sich doch nicht schlecht an, oder?
  • Freizeitpark, Industriemuseum, Eventlocation? Hat im Pott ja auch mit den alten Bergwerken funktioniert – aber da wohnen ein paar mehr Leute in der Gegend…
  • Industriepark? Davon gibts doch ein paar Kilometer weiter östlich genug verwaiste Flächen…

Wie auch immer diese Nutzung aussehen wird: Ich hoffe daß sie nicht auf der Basis von „unabhängigen Gutachten“ stehen wird. Schauen wir mal.

Gartow 1 – die Sprengung in Bildern

Eintausend Zuschauer wurden zu dem Spektakel erwartet – dreitausend sind es laut der EJZ geworden. Sicherlich hat das gute Wetter dazu beigetragen daß so viele Leute kamen. Volksfestatmosphäre bei einem eigentlich traurigen Ereignis, schließlich sollte ein Wahrzeichen zerstört werden.

Als kurz vor 12:00 Uhr das Horn des Sprengmeisters zum ersten Mal ertönte wurde es still. Nach der zweiten Warnung per Horn knallte es denn, lauter als man sich die Detonation von nur 3 Kilo Sprengstoff als Laie vorstellt. Im ersten Moment passierte fast nichts, nur die Pardunen hingen etwas durch. Dann neigte sich der Mast ganz langsam während die durchgetrennten Pardunen gegen den Mast schlugen. Mit lautem Knallen und Knirschen von nachgebenden Schrauben und Streben knickte die Konstruktion immer weiter um bis sie sich dann mit einem dumpfen Rumpeln auf das Feld legte. Kurz vorher war ein grelles Pfeifen von der durch die Luft schneidenden Turmspitze zu hören.

Nach einer Stunde wurden die Reste des Turms freigegeben. Diese Bilder sind allerdings etwas später nach dem Massenandrang entstanden. Bei den verdrehten und geknickten massiven Stahlträgern ist erkennbar was für gewaltige Kräfte hier gewirkt haben.


Zum Video der Sprengung geht es hier.

Sprengung des Funkturms Gartow 1 auf dem Höhbeck

Vor einiger Zeit hatte ich ja schon einmal einen kleinen Artikel zum geplanten Ende des Sendemastes geschrieben. Heute Punkt 12:00 Uhr war es denn so weit:


Der Knall der Sprengung ging ja noch – unheimlich war das Knirschen und Knacken der Stahlgitterkonstruktion während sie umfiel, es erinnerte irgendwie an brechende Knochen. Der Aufschlag war denn doch sanfter als ich dachte, der Boden zitterte kein bisschen.

Für die vielen Bilder die wir gemacht haben gibts in den nächsten Tagen einen weiteren Artikel.

Cachen im Lemgow

Das schöne am Cachen ist ja auch daß es immer wieder Überraschungen gibt. Nun hatten wir (bis auf besondere Ausnahmen) alle Caches in unserer unmittelbaren Umgebung abgehakt, da taucht eine umfangreiche Multiserie in der Nähe auf. Schöne kleine Multis die die Vergangenheit der Dörfer zum Thema haben. War eine schöne Tour mit dem gewünschten Geocaching-Effekt – den Lemgow kannte ich bisher nur vom durchfahren, bei neun von dreizehn waren wir sogar die Ersten…

Fazit: Empfehlenswert, endlich mal keine in die Gegend geworfene Dosen „zur Erhöhung der Cachedichte“ sondern Caches mit Bezug zur Gegend und Geschichte!

Umweltminister Sander hat nichts gewusst…

…von dem Ausbau des Erkundungsbergwerks für Endlagerzwecke, hab ich auf der Internetseite einer Lokalzeitung gelesen. War er denn noch nie dort und hat sich da einmal umgesehen? So eine Besichtigung fällt doch in sein Ressort irgendwie – aber nun gibt er den Entrüsteten. Wie viele andere, die jetzt plötzlich empört aufschreien. Selbst Grüne haben nichts davon geahnt. Scheinbar hat niemand die großen Gebäude auf dem Gelände da im Wald zwischen Gorleben, Gedelitz und Trebel gesehen, keinem ist aufgefallen daß man dort nicht nur bohrt sondern zwei große Schächte in die Erde gebaut hat. Selbst bei dem Unfall mit dem Versteifungsring während der Abteufung ist niemandem etwas aufgefallen… Was zum Teufel soll dieses verlogene Verhalten?

Wahlkampf? Vorgeplänkel zur Verlängerung/Nichtverlängerung des Moratoriums? Erste Anzeichen für eine Aufgabe dieses Endlagerstandortes? Oder doch das Gegenteil?

Irgendwie kann ich mir nichts davon vorstellen – aber seit man mit plumpen Taschenspielertricks versucht Zensurmechanismen im Internet zu installieren traue ich unseren gewählten Volksvertretern jeglicher Couleur einfach alles zu…

Kindergarten im Dannenberger Ratskeller

Das Drama um den abgebrannten Dannenberger Ratskeller geht scheinbar in die nächste Staffel:
Nun wird der Umgang mit der Ratskellerruine endgültig zur Provinzposse weil sich Verwaltung und Volksvertreter um Nebensächliches streiten und per Zeitung ihre Profilneurosen pflegen anstatt sich um die Lösung des Problems zu kümmern. Die Dannenberger Bürger und Gewerbetreibenden müssen sich so langsam verarscht auf den Arm genommen fühlen. Und dem sagenumwobenen Investor wird gerade eindrucksvoll vorgeführt was für eine Zusammenarbeit von Rat und Verwaltung er erwarten kann wenn er zwischen deren Mühlen gerät. Ob er sich das wirklich antun will?

Eine effektive Verwaltung und flexible Räte sind ein echter Wettbewerbsvorteil bei der Jagd nach Investoren – mal sehen wie die Strecke in ein paar Wochen aussieht…

Wer sich dieses Trauerspiel noch einmal in chronologischer Reihenfolge reinziehen will dem sei eine Suche im Archiv der EJZ empfohlen. Und die Wespe hatte vor kurzem ebenfalls einen Blick in das Archiv geworfen.