Urbräu – mein erstes, selbstgebrautes Bier

20150919_204800_kEs ist wirklich Bier geworden!
Mein erstes selbst hergestelltes Bier! 🙂
Stimmt nicht ganz: Vor über zwanzig Jahren bekam ich einmal einen sogenannten „Brausack“ geschenkt, nach einfüllen von warmen Wasser gärte da drin irgendwas vor sich hin, das Ding blähte sich dabei auf – und am Ende kam eine komische Plörre raus.
Deshalb zähle ich diesen frühen Versuch einfach mal nicht mit und genieße, während ich dies hier schreibe die erste Flasche selbst gebrautes Urbräu. Selbst gemacht mit einem Bierkit aus konzentrierter Bierwürze, Wasser und Hefe. Vor gut zwei Wochen habe ich in meiner Homeoffice-Teeküche den Sud angesetzt, in der ersten Woche die Hauptgärung gespannt verfolgt, dann das Jungbier liebevoll abgefüllt und in den Flaschen nachgären lassen. Seit zwei Tagen ist das Bier nun ausgegoren, gestern kamen die Flaschen in den kühlen Küchenkeller zum reifen. Bis auf eine Buddel, die hab ich im Kühlschrank runtergekühlt und eben ganz gespannt aufgemacht. Dunkel und nur wenig trüb sieht es im Glas aus. Malzige Süße macht es süffig – und zum Schluß bleibt eine sehr deutliche Hopfenbittere. Es perlt nur leicht, von stabilem Schaum kann keine Rede sein. Die Hopfenbittere hat seit dem abfüllen schon abgenommen, mal schauen wie sich das reifende Bier nun noch entwickelt…
Das ganze hat viel Spaß gemacht und war bestimmt nicht mein letztes „eigenes“ Bier!

Neuzeller „Kyritzer Mord & Totschlag“ und Neumarkter Lammsbräu „Urstoff“

20150831_185014kUrstoff:
Süffig und lecker, hat sehr viel Ähnlichkeit mit dem „Edlen Hellen“ aus Flensburg. Pilstrinker werden damit nicht warm werden…

 

 

 

 

 

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Ritterbier, Mord und Totschlag, mittelalterlich … hört sich alles sehr brutal an. Geschmacklich ist das Bier aber genau das Gegenteil. Cremiger, dunkler Schaum, sanfte Süße mit leichten Raucharomen, aber kein Hopfen. Hat sehr viel Ähnlichkeit mit dem umstrittenen „Schwarzen Abt“ aus der gleichen Brauerei.

Firestone Walker – Union Jack

20150825_194732kWieder ein Pale Ale, sogar ein IPA. Gefunden in einem Braufactum-Kühlschrank bei Famila.
Bisher habe ich die stark gehopften Biere gemieden weil ich sie immer mit dem sehr herben Jever vergleiche. Das einzige Jever welches ich wirklich mochte war das Jever Dark, weiß der Henker warum die Ostfriesen das nicht mehr brauen. Nach dem 2015er Jahrgangsbier aus Vielank, ebenfalls einem Pale Ale, bin ich aber auf den Geschmack gekommen. Und nun auch hier wieder diese sehr deutlichen Zitrusnoten, sogar an Blutorangen und Mandarinen erinnernd. So deutlich, dass man im ersten Moment an ein Biermischgetränk denkt. Klar, goldig und perlend im Glas mit stabiler, cremiger Blume. Die Hopfenbittere bleibt lang auf der Zunge, ich frage mich welche der sieben(!) verwendeten Hopfensorten dafür verantwortlich ist.
Für mich der flüssige Beweis dass in den USA nicht nur Plörre gebraut wird.

Gögas Milchschnidde…

Während ich heute Vormittag zum fotografieren und Geocache ausbaldowern in der Gegend unterwegs war hat sich meine liebe Frau zum zaubern in die Küche begeben. Hier das Ergebnis:

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Milchschnitte selbst gemacht – sehr lecker, viel besserer Geschmack als das Original, aber nicht so penetrant süß. Da meine Göttergattin davon bei Facebook berichtete wurden Rufe nach dem Rezept laut. Bitteschön:

Milchschnitte

Teig:
5 Eier
1 Eigelb
85gr. Zucker
90gr. Mehl
30gr. Kakao
3/4 Teelöffel Backpulver
Alles verrühren, auf einem Backblech flach verteilen und bei 180°C 12 Minuten Backen.

Füllung:
2 Bacher Sahne
2 Packungen Sahnesteif
250gr. Mascarponecreme
4 Eßlöffel Honig
2 Packungen Vanillezucker
Die Sahne mit Sahnesteif schlagen, dann die Mascarpone, Honig und Vanillezucker unterheben.

Den Teig auskühlen lassen. Dann horizontal in 2 Hälften teilen, die untere Hälfte mit der Creme bestreichen und die obere Hälfte wieder draufdrücken.

Quelle: Irgendeine kulinarische Facebook-Gruppe…

Essen wie an Odins Tafel

Heute gabs bei uns etwas aus der „Küche großer normannischer Herren“. Hier einmal die Zutaten vorher:
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Und so sah das Ergebnis aus:
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Wildfleischpfeffer – sieht aus wie Gulasch, schmeckt aber völlig anders. Das ursprüngliche, von mir im Netz gefundene Rezept sah Fleisch vom Rentier oder Elch vor. Da wir aber erst im Lauf des Jahres zu den Nordmännern kommen haben wir auf Hirsch zurückgegriffen, sehr lecker. Werden wir bestimmt noch einmal machen…

Rotwildrippen, zweiter Akt

Dort bei Facebook hatte ich schon einmal etwas über einen Rotwildbrustkorb geschrieben. Die Zerlegung erwies sich damals problematischer als gedacht, hier noch einmal die Fotos davon in besserer Qualität:

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Meine Göga hat ein nun schönes Rezept zur Veredelung dieser Teile gefunden, die Rippen wurden heute Nacht mariniert und werden nun, während ich dies schreibe, gaaanz langsam, eingepackt im Bratschlauch, in Niedertemperatur gegart.

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Heute Abend kommen sie zur endgültigen Verfeinerung noch einmal auf den Holzkohlegrill, und dann…

[ …die (hass)liebenden Freunde meiner Foodpostings müssen jetzt ganz tapfer sein… ]

… werden sie von uns mit vielen weiteren Fingerfood-Leckereien ihrer kulinarischen Bestimmung zugeführt. Und zwei ganz bestimmte liebe Waldbewohner werden uns dabei unterstützen. 🙂

Mal sehen ob ich es schaffe die weiteren Schritte festzuhalten, dann gibts davon hier noch ein/zwei weitere Beiträge.

Rehrücken mit Blaubeer-Pfeffersauce

Wir hatten mal wieder das Glück ein ganzes Reh zu ergattern. 🙂
Das Tier stammt aus dem „Nachbarrevier“ das direkt hinter unserem Zaun beginnt – vor einer Woche lief das Stück noch durch die Elbwiesen. Heute hat Pam den Rücken zubereitet:

Mit Speck belegt ist er im Ofen nicht trocken geworden, das Filet war so zart wie es gehört – man konnte es am Gaumen zerdrücken. Die Sauce hat Pam aus dem Bratenfond, Blaubeermarmelade und grünem Pfeffer „free lance“ gemacht, deswegen gibts hierzu auch keine Mengen- und Zeitangaben.
Lecker wars…

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Wendlanders Klötenköm

Eierlikör mal etwas anders… Wer mich kennt weiß um meine Beziehung zum Wasser des Lebens aus dem hohen Norden der Britischen Insel. Nun ist es nicht so daß ich ein Maltwhisky-Purist bin der das Zeug nur bei gleichen Temperaturen aus dem Nosing-Glas trinkt. Man kann ja auch mal experimentieren – eins dieser Experimente führte zu dem hier im Blog schon beschriebenen Whiskypunch.

Irgendwann bin ich im Internet einmal über ein Rezept für Eierlikör gestolpert in dem der alkoholische Teil aus Whisky bestand, die restlichen Zutaten waren Eier, Zucker und Vanillezucker. Lecker, aber mit Verbesserungspotential. In einem aufwändigen Verfahren nach dem Trial- und Error-Prinzip, unterstützt durch unsere mitprobierenden Gegenübernachbarn haben wir dann dieses Rezept entwickelt:

350ml Whisky
10 Eigelb
250ml Sahne
200gr Puderzucker
1/2 Vanilleschote

Zubereitung: Einfach alle Zutaten mit Hilfe eines Pürierstabs kräftig verrühren, mit einem normalen Mixer wird das klumpig!

Da der Likör keine Konservierungsstoffe enthält sollte er unbedingt kühl gelagert und innerhalb von 5 Tagen verbraucht werden. (So alt wird er bei uns nie…)

P.S.: Trotz aller Experimentierfreude – Malt hat in Cola nix zu suchen, dafür gibts Bourbon. Und mit Eis muß er auch nicht gekühlt werden…