Reisemobilhafen Greetsiel

20160622_104511-01Wieder so ein Platz, wo ich mich frage nach welchen Kriterien sogenannte Top-Plätze eigentlich bewertet werden. Nichts an diesem Platz ist wirklich schlecht, man kann hier vortrefflich übernachten, Strom, Frischwasser, Grauwasser- und Chemieklokassetten-Entsorgung sind vorhanden. Das wars dann aber auch – kein Sanitärgebäude, der Platzwart ist nur stundenweise da und geworben wird mit einem Brötchenservice, der tatsächlich ein normaler Bioladen in einer der beiden Mühlen ist wo man sich die Brötchen abholen kann. Direkt an der Südseite des Platzes führt eine lebhaft befahrene Straße vorbei. Was hier „Top“ sein soll erschließt sich mir nicht…?

Der Ort ist ein typischer Küstenort der sich voll auf den Tourismus eingestellt hat. Fischrestaurants, Teeläden und Galerien gibt in gleich mehrfacher Ausführung.

Emden, SP Am Binnenhafen

Hier war Kuschelcampen angesagt…
20160621_124401-01Ein Stellplatz in fast direkter Innenstadtlage mit einem netten Hafenmeister. Leider hat der Planer des Platzes wohl nur VW Busse vor Augen gehabt als er den Platz konzipierte – in erster Reihe könnten wir mit unserem 7m-Durchschnittsmobil nur mit Heck voraus stehen. Vorwärts, um den Ausblick zu genießen hätte unser Hecküberhang eine halbe Fahrspur blockiert, so kurz sind die Stellplätze. In zweiter Reihe, wo wir noch ein Plätzchen fanden, ist es kaum besser, da ragte das Auto halb über den zum Glück wenig benutzen Gehweg. Schmal sind die Plätze auch, Klappstühle aufstellen ist eigentlich nur in der ersten Reihe vor den Mobilen möglich. Die Straße zwischen den beiden Stellplatzreihen führt in den Hafen und wird vom normalen Verkehr befahren, auch von nicht wenigen großen LKW die mit wenig Rücksicht durchdonnern. Eigentlich schade, man könnte die Strasse ohne weiteres beruhigen da es wesentlich größere Zubringerstraßen in den Hafen gibt. Richtige Dickschiffe werden vom Hafenmeister in die dritte und vierte Reihe geschickt, da ist es aber links und rechts genauso eng.

Die Stadt selbst ist hübsch mit lauschigen Ecken, kulinarisch ist mir eine Edelburgerschmiede über den Weg gelaufen. Frisch handgemacht, sehr lecker und reichhaltig, sehr zu empfehlen!20160621_134756-02

Schnupperwoche an der polnischen Ostseeküste

Ich habe hier im Blog in letzter Zeit ein wenig geschludert, ich muss noch einige Womo-Reiseberichte und Stellplatzerfahrungen auf digitalem Papier festgehalten. Hier der zweite „Nachtragsbeitrag“:

Um gleich zum Anfang die gängigsten Klischees zu bedienen:

  • Nein, das WoMo wurde uns nicht geklaut.
  • Ja, die Strassen sind meistens schlechter als bei uns. Wir sind in D allerdings auf bestem Wege das Niveau anzupassen.
  • Nein, die Polen sind nicht nur am faulenzen, im Gegenteil.
  • Ja, es gibt dort im Supermarkt mehr Wodkasorten als bei uns Mineralwassersorten.

„Schnupperwoche an der polnischen Ostseeküste“ weiterlesen

Altwarp – WoMo-Stellplatz am Stettiner Haff

Ich habe hier im Blog in letzter Zeit ein wenig geschludert, ich muss noch einige Womo-Reiseberichte und Stellplatzerfahrungen auf digitalem Papier festgehalten. Hier nun mein erster „Nachtragsbeitrag“:

P1140543Wer einen ruhigen und stillen Ort zum herunterkommen sucht ist hier genau richtig. Hier gibt es keinen Durchgangsverkehr, von den paar Wohnmobilisten und Bootsbesitzern abgesehen keine Touristenströme – und nicht einmal mobiles Internet, da die in Deutschland verwendeten LTE-Frequenzen in Polen noch weiterhin für Analog-TV genutzt werden gibts in Grenznähe bei allen Netzbetreibern maximal 3G. „Altwarp – WoMo-Stellplatz am Stettiner Haff“ weiterlesen

Wie man Touristen anlockt…

Hallo, liebe Ratsherren der Samtgemeinde Gartow!
Schaut euch mal die Bilder da unten an und zählt die Wohnmobile die hier gerade in Eckernförde auf dem WoMo-Stellplatz auf der Fläche eines Fußballfeldes stehen – ich bin auf 60 Stück gekommen.

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Extreme Weitwinkelaufnahme, der Platz ist tatsächlich wesentlich kleiner als er hier scheint. Quelle: www.promobil.de

In jedem der WoMos wohnen und schlafen mindestens zwei Personen, der überwiegende Teil gehört zu den sogenannten „solventen BestAgern“, die geben hier gerne ihr Geld aus – sie holen sich morgens Brötchen in der Umgebung, versorgen sich in den örtlichen Supermärkten mit Lebensmitteln und gehen auch gerne mal in der lokalen Gastronomie essen. Pro Übernachtung auf dem Stellplatz sind 13,- Euro fällig, Strom und Wasser wird extra berechnet. Irgendwo hatte ich mal gelesen dass jeder Wohnmobilist täglich ca. 50,- Euro in der Gemeinde umsetzt, in der er gerade steht. 

Ja, liebe Ratsherren, das könnte so oder ähnlich auch alles in eurer SG Gartow passieren – wenn es dort auch einen annehmbaren WoMo-Stellplatz mit der nötigen Infrastruktur gäbe, nicht nur einen matschig-lehmigen unbefestigten Parkplatz. Der Markt dafür wird immer größer, die Hersteller kommen mit der Produktion von neuen Wohnmobilen überhaupt nicht nach, und gebrauchte Mobile werden den Händlern aus den Händen gerissen. In Deutschland gibt es seit kurzem eine Million angemeldete Wohnmobile.

Aber ihr baut ja lieber eine Muckibude für Touristen die überhaupt noch nicht da sind…

Ostsee-Rekonvaleszenz in drei Etappen

Bei meinem Antrittsbesuch nach dem Stents setzen hat mein Hausarzt nichts dagegen, dass ich einen Teil meiner Zeit nicht auf dem Wohnzimmersofa, sondern im Wohnmobil verbringe. Einzige Bedingung: keine starken Belastungen wie Selterkisten schleppen – eine leichte, gleichmäßige Beanspruchung durch Fahrradfahren oder Spazierengehen wäre aber sehr gut.
Gesagt, getan – und da meine liebe Göttergattin bei der Gelegenheit endlich auch einmal das WoMo fahren sollte, haben wir uns ein Ziel ausgesucht was nicht allzu weit weg lag: Den WoMo-Stellplatz Sanddornstrand.

Sanddornstrand
Sanddornstrand

Der SP besteht eigentlich aus zwei Plätzen, einmal gibts den relativ unbefestigten und unebenen Bereich zwischen Steilküste und Haltepunkt der Molli-Bahn. Diese Plätze haben Stromversorgung über einige wenige Baustromkästen, wer hier einige Extrameter Kabel dabei hat ist klar im Vorteil. Und zum zweiten gibt es einen befestigten Parkplatz vor dem Bahnübergang. Hier gibts (noch…?) keinen Strom, das kann sich aber ändern, denn es gucken dort Kabel aus der Erde. Neben dem Ver-/Entsorgungsbereich steht ein neuer Sanitärcontainer zur Verfügung, Brötchen gibts nach Vorbestellung in dem direkt gegenüber liegenden Restaurant. Außerdem gibts an der Treppe zum Strand eine Strandbar mit einem Dampfplauderer hinter dem Tresen – der Mann hat ein ausgesprochenes Sendungsbewusstsein, seine lauten Sprüche an das vorbeikommende Publikum kann man mögen, muß man aber nicht: Auf die Dauer wurde es für mich eher nervig…
Direkt an der Steilküste entlang führt ein Spazierweg – der allerdings von vielen Radfahrern als Rennstrecke mißverstanden wird. Dementsprechend oft wird man als Fußgänger beiseite gebimmelt, zu Fuß hat man dort keine Entspannung. Bleibt nur der Spaziergang am steinigen Strand. Nach einer Nacht beschlossen wir weiter zu fahren, auf die Insel Poel.

Und zwar zum Hafen von Timmendorf/Poel. Dort hatten wir die Wahl zwischen dem Stellplatz und dem direkt daneben liegenden Campingplatz.

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Wir entschieden uns für den SP – auf dem ich mich denn auch gleich festfuhr. Die lehmigen Grasplätze sehen zwar alle gleich aus, sind aber offenbar unterschiedlich entwässert. Ich erwischte natürlich einen der nassen Plätze, die Vorderräder waren sofort bis zur Felge weg. Mit etwas Geduld, Fingerspitzengefühl im Gasfuß und Anschub einiger weiterer Wohnmobilisten kam ich da glücklicher Weise wieder raus, Pamela fand unterdessen einen trockenen Platz weit weg von den nächsten Stromsäulen – auch hier sind ein paar Meter Stromkabel mehr eine gute Idee. Die Sanitärcontainer waren leider abgeschlossen, was die Besitzerin des benachbarten Souveniergeschäftes genau so wenig verstand wie wir, bei ihr kann man aber die Duschmarken bekommen wenn der Sanibereich wieder zugänglich ist. Brötchen gibts ab 8:00 Uhr beim Bäcker im Ort – sehr leckere Riesendinger. Frischfisch war für uns am Meer natürlich Pflicht – den holten wir uns im Hafen vom Kutter, weil man ihn vorbestellen muß allerdings erst am nächsten Tag.

Nach zwei Tagen zogen wir weiter ans Süßwasser, zum Campingplatz Sternberger Seenland am Luckower See. Nach den beiden eher unruhigen Stellplätzen war dieser sehr ruhig gelegene CP eine richtige Erholung, wir durften uns einen der großen, fast ebenen Plätze mit Seeblick selbst aussuchen.

Wegen des hohen Baumbestandes gibts dort direkt am Platz in der Versorgungssäule neben Strom und Wasser auch einen Sat-Anschluß. Der Platz gehört zur Campingtour MV, dementsprechend großzügig sind die sehr sauberen Sanitärbereiche gestaltet. Zwar nicht so modern-römisch-dekadent wie in Waren oder Pepelow, aber allemal mehr als ausreichend. Brötchen gibts hier auch nach Vorbestellung, wer mag kann auch im Gastrobereich der Rezeption ein Frühstück serviert bekommen. Diverse Einkaufsmöglichkeiten gibts in fußläufiger Entfernung, für weiter entfernte Ziele kann man sich E-Bikes ausleihen. Ich kann mir vorstellen daß wir hier noch einmal herkommen wenn ich wieder etwas mobiler bin…

Stellplatz Weener, Überführung Kreuzfahrer Ovation of the Seas

Als sozial vernetzter Wohnmobilist liest man natürlich auch in einigen einschlägigen Facebook-Gruppen mit. In einer Gruppe schrieb jemand, daß er in Weener an der Ems Schleusenwärter sei und zur Überführung des Kreuzfahrtschiffes „Ovation of the Seas“ der Meyer-Werft Wohnmobil-Stellplätze zur Verfügung stellen könnte. Meine erster Gedanke war „Da macht sich einer wichtig, die paar Plätze sind ja eh schon längst vergeben“. Von wegen…

„Stellplatz Weener, Überführung Kreuzfahrer Ovation of the Seas“ weiterlesen

Wohnmobilpark Wismar

Cuxhaven? Warnemünde? Wismar?
Das waren die Städte, die wir uns selbst für unser erstes 2016er WoMo-Wochenende zur Auswahl gegeben hatten. Aus zwei Gründen wurde es dann Wismar. Zum Einen ist die Stadt aus dem Wendland seit der Verlängerung der A14 bis Grabow schnell zu erreichen. Und zum Zweiten solle dort ein Wirt eine sehr urige Kneipe betreiben, deren Vorvorgänger wir noch von unseren Sportbootzeiten aus Fresenbrügge kennen. „Wohnmobilpark Wismar“ weiterlesen

Drei Tage Mega-Event für 12 Euro, mit Übernachtung

Mal wieder etwas zum Geocaching…
Da gibts im Internet ein Milchmädchen, welches für das erste Megaevent im Norden einen Eintrittspreis von rund 480€ für eine vierköpfige Familie errechnet, ohne Übernachtung und Verpflegung. Macht also ~120€ pro Nase, und diverse andere Sachen an Listing und Event findet sie auch noch zu bemeckern…
Die Dame ist zwar eh bekannt (…und belächelt…) für ihre ausgeprägtes BILD-Sendungsbewusstsein, ich mache hier trotzdem aber mal unsere persönliche, subjektive Gegenrechnung auf:
25€ für den dreitägigen WoMo-Stellplatz
5€ pro Person für das Ticket
0€ für unseren Hund
Summe: 35€ für zwei Personen.
Macht also drei Tage Mega-Event für rund 12 Euro pro Tag – mit Übernachtung, Essen und Trinken müssten wir ja eh, auch wenn wir überhaupt nicht hinfahren würden!

Und jetzt freuen wir uns auf das Event! Bei dem vorgesehenen, umfangreichen Programm kann es sicherlich auch was zu meckern geben – dazu werde ich aber erst hinterher etwas schreiben, wenn überhaupt…

P.S. & Edit: Natürlich hab ich die Headline auch geBILDet, wie das Milchmädchen – in Wahrheit sind es exorbitante 35€ die wir beide für das ganze, dreitägige Event bezahlen müssen. Welch Wucher…