Kanał Elbląski (Oberländischer Kanal), Buczyniec (Buchwalde), PL

Eigentlich kann man uns als WoMo-Kanalfreaks oder als WoMo-Wasserratten bezeichnen, denn wenn es für uns eine Möglichkeit gibt an einer Wasserstraße egal welcher Größe unser Wohnmobil abzustellen, dann machen wir das auch. Dieser Oberländische Kanal passt genau dazu, wir haben ihn vor langer Zeit einmal auf unsere ToDo-Liste “Irgendwann mal mit dem WoMo hin wenn ich in Pension bin” gelegt, damals lief ein längerer Beitrag über dieses technische Denkmal mit seinen per Wasserkraft betriebenen fünf schrägen Schiffsaufzügen im Fernsehen.
Diesen Punkt können wir nun auch abhaken, die Gegend und die Fahrt auf dem Kanal über die Rampen waren ein weiteres Highlight unserer 2022er Polenreise.

Die ursprüngliche Landschaft und der weitgehend lautlose Ablauf auf dem Kanal und den Rampen ist Entschleunigung pur, besonders deutlich wird das wenn man wie wir vorher die wuselige Metropole Danzig und den touristischen Hotspot Marienburg besucht hat. Hier mitten zwischen alten, dunklen Buchenwäldern sagen sich Abends nach dem Betriebsschluß des Kanals nicht nur Fuchs und Hase Gute Nacht, mitten in der Nacht unterhalten sich auch noch die vielen Rehe lautstark untereinander. Und das auch noch so dicht neben dem WoMo daß man davon wach wird. Der Campingplatz selbst lag zu unserem Besuch in einer Art Dornröschenschlaf, nur wenige Gäste verloren sich auf dem weitläufigen Gelände. Alle Zeltplätze und Stellflächen waren zur Zeit unseres Aufenthalts ungemäht und die Infrastruktur brauchte dringend eine Überholung. Trotzdem, oder vielleicht genau deswegen aus unserer Sicht ein wunderschöner Platz.
Sanitäreinrichtungen waren nur rudimentär in Form von Containern vorhanden, allerdings baute der Besitzer gerade ein Haus in der Nähe der Einfahrt, möglich daß das ein richtiges Sanitärgebäude werden soll.
Auf dem Kanal verkehren nur noch einige Ausflugsschiffe und Sportboote, eine kleine Tour per Schiff über die drei obersten Rollberge runter und wieder rauf haben wir mitgemacht, einige Szenen der Fahrt sowie den Ablauf eines Transportes über die Rampen habe ich in dem Video unten festgehalten. Wer den Weg hierher findet sollte diese Fahrt auch machen, Tip dazu: Falls das Schiff “Cyranka” vorbei kommt einfach mal Fragen ob man am nächsten Tag die kurze Tour über drei Rampen mitfahren kann. Der Schiffsführer holte uns dann am nächsten Morgen am Fuß der obersten Rampe ab und ließ uns die ganze Tour vorne am Bug sitzen.

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