Herzprobleme, zum dritten Mal

Wieder mal haben mich meine Herzprobleme eingeholt, wieder wie 2016 in der Zeit vor Ostern. Dieses Mal allerdings kam es Dank unserer regelmäßigen Herz-Checks beim Chefarzt der Kardiologie Dr. Meinhold im Krankenhaus Perleberg nicht zum äußersten – kein Herzinfarkt, allerdings war ich wohl auf dem besten Weg dort hin…

Vorgeschichte(n):
2008, dazu gehört auch noch dieser Beitrag, und 2016 hatte ich Herzinfarkte, die Details dazu kann man in den verlinkten Beiträgen dazu lesen.
– In 2020 hatte ich mich schon einmal mit akuten Kreislaufproblemen ins KH Perleberg begeben, wo per Katheter festgestellt wurde daß sich der 2008 in die linke Herzkranzarterie eingebaute Stent verschlossen hat. Der schon in 2016 festgestellte Umweg aus der rechten Herzkranzarterie um diesen verstopften Stent versorgte die Bereiche dahinter nun wohl vollständig. Empfohlen wurde mir damals ein Kardio-MRT um diese Diagnose zu bestätigen und detailliertere Aufnahmen des betroffenen Bereichs zu machen. Auch sollte so festgestellt werden ob es möglich wäre den alten Stent per Katheter wieder zu öffnen. Aus zwei Gründen verzichtete ich damals auf die Eingriffe: 1. die damaligen Unwägbarkeiten der immer schlimmer werdenden Coronapandemie, und 2. wurden mir die Risiken des Kathetereingriffs zum Öffnen des Stents sehr drastisch dargestellt.

Von KasugaHuang, CC BY-SA 3.0, Link

In 2021 war es mal wieder Zeit für unsere regelmäßigen Herzchecks, bei der Gelegenheit schaute sich Dr. Meinhold die Unterlagen auch aus 2020 noch einmal an und erklärte mir daß er lieber das schon damals geplante Cardio-MRT als das übliche Streß-Echo machen wolle. Auch sollte dabei wieder nachgesehen werden ob es immer noch möglich sei den verstopften Stent zu öffnen. Und er nannte dann noch einen Grund dafür, der mir fast zwei Jahre vorher nicht so deutlich gemacht wurde: Bei einem eventuellen Infarkt der rechten Herzarterie würden zu große Bereiche des Herzens nicht mehr durchblutet werden, da ja die rechte Arterie auch noch den Bereich hinter der Verstopfung der linken Arterie mitversorgt.
Anfang Februar 2022 wurde dann die Cardio-MRT durchgeführt. Man liegt dafür mit Kopf und Oberkörper 45 Minuten lang fixiert und regungslos in einer 70 cm großen Röhre und hält diverse Male den Atem an oder atmet auf Kommando ein oder aus. Platzangst war mir bis dahin eigentlich fremd, aber kurz vor Ende der Prozedur war ich fast soweit daß ich von alleine aus dem Ding herausgekrochen wäre. Sollte sowas noch einmal nötig sein würde ich dringend um eine Sedierung bitten. Das Ergebnis der Untersuchung war dann wie erwartet: Es gab eine hohe Wahrscheinlichkeit daß sich der alte 2008er Stent öffnen ließe.
Am 22. März 2022 wurde dann der Kathetereingriff durchgeführt, der Oberarzt Dr. Kleinau erklärte mir dabei genau was er vor hat und wie er vorgehen würde. Glücklicherweise konnte er den gesamten Eingriff durch den rechten Arm machen, damit war mir der unbequeme Druckverband in der Leiste erspart. Ergebniss(e) des Eingriffs:
1. Der alte 2008er Stent konnte tatsächlich geöffnet werden.
2. In diesen wieder geöffneten Stent wurde ein weiterer Stent zur Stabilisierung implantiert.
3. Während der Untersuchung, sozusagen nebenbei, stellte der Arzt fest daß es eine weitere beginnende Verstopfung gab. Auch dort wurde ein Stent implantiert.

Damit habe ich nun insgesamt 8 Stents in meinen Herzkranzgefäßen und mir wurde ein weiterer Herzinfarkt erspart, wäre schön wenn es nun dabei bliebe. Drei Tage nach dem Eingriff merke ich immer noch daß das Ganze kein Zuckerschlecken war, ich schlafe viel, darf mich nicht stark belasten und brauche z.B. für diesen Text wesentlich länger als ich es gewohnt bin. Positiv ist allerdings jetzt schon daß ich morgens schneller “in die Gänge” komme und ich nicht mehr eingeschlafene Hände und Füße bekomme, ob das mit der nun besseren Versorgung des Herzens zusammenhängt?

Allen, die bis hierher lesend durchgehalten haben ein Rat: Wer irgendwann einmal Herzprobleme hatte sollte sich regelmäßig von einem Kardiologen durchchecken lassen und falls der was feststellt sich auch darauf einlassen! Notiz für mich: Den letzten Teil mir selbst deutlich hinter die Ohren schreiben…

Warum hab ich das Ganze nun hier geschrieben? Wie schon in dem Beitrag von 2016 bemerkt, man vergisst sehr schnell sehr viele Details und Einzelheiten, deswegen habe ich diesen Blogbeitrag mehr für mich als Gedankenstütze und weniger für die Allgemeinheit gedacht. Das MRT-Bild stammt aus der Wikipedia, das Röntgenbild und der kurze Röntgen-Clip stammen aus meiner Untersuchung, man bekommt davon hinterher eine CD in die Hand gedrückt.

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