Schweden 2021, Tag 7, Stellplatz Dals Långed

Hier gibt es mal wieder einen Stellplatz der auf den Luftbildern von Google Maps oder der schwedischen Suchmaschine eniro unscheinbar aussieht. Anhand der Bilder erwartete ich einen engen Schotterplatz zum übernachten, vor Ort sah es aber richtig gut aus. Der relativ kleine Stellplatz bestand tatsächlich aus einer geschotterten Ebene am Seeufer – der Blick auf den See Katrineholmshöjen und das drumherum am Ufer war aber auf jeden Fall ein Besuch wert: Dort unten am Ufer gibt es einen kleinen Freizeitbereich mit Bademöglichkeiten, einigen Feuerstellen und zwei Saunen, der von Dals Långeds Bürgerverein betrieben wird. Auch der Wohnmobilstellplatz wird von diesem Verein betreut. Abends tauchte ein netter ‚alter‘ Schwede auf, kassierte die Stellplatzgebühr und fragte uns dann ob wir am nächsten Morgen Brötchen haben möchten und zu welcher Zeit er morgens denn die Sauna anheizen(!) solle. Er bedauerte daß die Sauna für den aktuellen Abend bereits belegt war. So eine persönliche, nette Betreuung hatten wir noch nie… 😉 Obendrein gibts noch sehr flottes WLan und einen neu gebauten Sanibereich in einem alten Güterschuppen, per Code den der alte Schwede rausrückt lassen sich die Türen öffnen.
Die dicht daran liegende Eisenbahnlinie stört übrigens nicht, zwei Mal am Tag fährt ein Güterzug in Richtung Bengtsfors und zurück.

Am Abend feierten in dem Freizeitbereich noch zwei Jugendgruppen zwei Geburtstage – mit weiteren angenehmen Überraschungen: Die Musik aus den 70/80ern passte eher zu uns als zu 18-jährigen Schweden, um rund 23:00 Uhr war plötzlich allgemein Schluß und beim verlassen der Location nahmen die Leute ihren Müll wirklich komplett wieder mit, am nächsten Morgen war nicht erkennbar ob überhaupt jemand dort war. Schade das sowas nicht auch bei uns problemlos klappt…

Vom Stellplatz kann man zu Fuß zwei Schleusen des Dalsland-Kanals erreichen, beide Schleusengärten sind schön angelegt und lohnen den Weg auf jeden Fall. Die Schleuse Mustadfors ist mit vielen Eisernen Kunstwerken verschönert worden.
Neben dem inzwischen üblichen Bad von unserem Henry gab die Natur an dem Abend auch noch ein Schauspiel: Millionen von Eintagsfliegen schlüpften und feierten Hochzeit über der Seeoberfläche:

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