Campingpark Burhave, Butjadingen

Unsere Urlaubs-Station 4. In den Tagen vor unserer Ankunft hatte es extrem stark geregnet, so wie es dort aussah muß es im Ort sogar Überschwemmungen gegeben haben. Auch auf dem Campingplatz standen noch große Pfützen, abreisende Wohnwagen-Gäste erzählten daß sie gerade die traurigen, vom Gewittersturm zerstörten Reste ihres Vorzeltes entsorgt haben. 20160626_170528_DxODie WoMo-Stellplatzwiese sah aber überraschend gut aus, man spürte zwar noch stehendes Wasser, trotzdem konnte man sie wunderbar befahren. Offenbar wurde bei dem Platz eine gute Drainage verlegt. Schöner Ausblick auf die Wesermündung, man kann gegenüber in der Ferne das Hafenpanorama und die Skyline von Bremerhaven sehen. Die Sani-Anlagen sind in einem architektonisch interessanten, runden Gebäude untergebracht.
Kulinarisch haben wir zweierlei Erfahrungen gemacht: Das Rondell-Strandcafe in direkter Nachbarschaft wollte uns nicht bedienen, obwohl wir dort ca. 15 Min. auf der Terrasse gesessen haben wurden wir vom Servicepersonal ignoriert. Also haben wir einmal über den Deich geschaut – die „Fisch-Bar“, der erste Imbiss an der Strandalle ist zu empfehlen. Beim folgenden Abendspaziergang entdeckten wir zwei junge Seehunde die an der Wattkante im ablaufenden Wasser spielten:

Stellplatz Carolinensiel-Harlesiel

Unsere Station 3 auf dem Weg an der Nordseeküste entlang. Zuerst sahen wir uns den Stellplatzbereich auf der Mole an – da es dort keine Parzellierung gibt standen die WoMos dort in so großen Abständen daß sich noch jemand da gerade eben nicht reinstellen konnte. Untergrund Beton, allerdings uneben.

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Der zweite Stellplatzbereich vor der CP-Schranke

Auf dem zweiten Teil vor der Campingplatzschranke gibts ausreichend große, befestigte ebene Stellplätze, sortiert nach Hundebesitzern oder Nichthundebesitzern, Entsorgung ist vorhanden. Brötchen gabs morgens in einem Strandkiosk, die waren sogar richtig lecker. Einziger Meckerpunkt am Stellplatz: Normalerweise sparen die Betreiber ja an Heizkosten, dementsprechend lau ist ja meistens das warme Wasser in den Duschen. Hier war es genau umgekehrt: Die Hähne in den Duschen sind auf „Superheiß“ eingestellt und fest, sie ließen sich ums verrecken nicht kälter regeln. Und das Problem betraf nicht nur die von mir benutzte Herrendusche, auch bei den Damen gabs mindestens ein solches Exemplar.

Fischessern sei das gute Restaurant „Wattkieker“ empfohlen, zumindestens das Buffet war Spitze!

Reisemobilhafen Greetsiel

20160622_104511-01Wieder so ein Platz, wo ich mich frage nach welchen Kriterien sogenannte Top-Plätze eigentlich bewertet werden. Nichts an diesem Platz ist wirklich schlecht, man kann hier vortrefflich übernachten, Strom, Frischwasser, Grauwasser- und Chemieklokassetten-Entsorgung sind vorhanden. Das wars dann aber auch – kein Sanitärgebäude, der Platzwart ist nur stundenweise da und geworben wird mit einem Brötchenservice, der tatsächlich ein normaler Bioladen in einer der beiden Mühlen ist wo man sich die Brötchen abholen kann. Direkt an der Südseite des Platzes führt eine lebhaft befahrene Straße vorbei. Was hier „Top“ sein soll erschließt sich mir nicht…?

Der Ort ist ein typischer Küstenort der sich voll auf den Tourismus eingestellt hat. Fischrestaurants, Teeläden und Galerien gibt in gleich mehrfacher Ausführung.

Emden, SP Am Binnenhafen

Hier war Kuschelcampen angesagt…
20160621_124401-01Ein Stellplatz in fast direkter Innenstadtlage mit einem netten Hafenmeister. Leider hat der Planer des Platzes wohl nur VW Busse vor Augen gehabt als er den Platz konzipierte – in erster Reihe könnten wir mit unserem 7m-Durchschnittsmobil nur mit Heck voraus stehen. Vorwärts, um den Ausblick zu genießen hätte unser Hecküberhang eine halbe Fahrspur blockiert, so kurz sind die Stellplätze. In zweiter Reihe, wo wir noch ein Plätzchen fanden, ist es kaum besser, da ragte das Auto halb über den zum Glück wenig benutzen Gehweg. Schmal sind die Plätze auch, Klappstühle aufstellen ist eigentlich nur in der ersten Reihe vor den Mobilen möglich. Die Straße zwischen den beiden Stellplatzreihen führt in den Hafen und wird vom normalen Verkehr befahren, auch von nicht wenigen großen LKW die mit wenig Rücksicht durchdonnern. Eigentlich schade, man könnte die Strasse ohne weiteres beruhigen da es wesentlich größere Zubringerstraßen in den Hafen gibt. Richtige Dickschiffe werden vom Hafenmeister in die dritte und vierte Reihe geschickt, da ist es aber links und rechts genauso eng.

Die Stadt selbst ist hübsch mit lauschigen Ecken, kulinarisch ist mir eine Edelburgerschmiede über den Weg gelaufen. Frisch handgemacht, sehr lecker und reichhaltig, sehr zu empfehlen!20160621_134756-02

Wohnmobilstellplatz Steinhuder Meer, Mardorf

Kurz&Knapp:
Station 2 in unserem Urlaub.

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Standesgemäßes Wohnmobil eines niederländischen Spediteurs. Bild: Pamela Voß

Eine befestigte Wiese mit Stromanschlüssen in direkter Nähe zum Steinhuder Meer. Ver- und Entsorgung vorhanden, ideal zum übernachten.

Wer sagt denn daß Wischmöpse nur für die Bodenpflege da sind?
Wer sagt denn daß Wischmöpse nur für die Bodenpflege da sind? Bild: Karin Berndt

Stellplatz Hof Schwarzes Moor, Balge

Unsere erste Urlaubs-Übernachtungsstation in Balge auf dem Hof Schwarzes Moor war auch unser allererster Landvergnügen-Stellplatz.

Abendstimmung mit untergehender Sonne

Auf der Seite vom Reise- und Genussführer Landvergnügen wird damit geworben auf den dort angebotenen Stellplätzen „ruhig und naturnah“ stehen zu können, dieses Prädikat kann man diesem Stellplatz mit Fug und Recht geben: Da wir buchstäblich allein mitten in der Natur standen haben wir Abends die Rollos einfach offen gelassen. Auch ansonsten haben wir uns pudelwohl gefühlt – Strom gibts aus dem Hühnerstall, zum Abend einen gemütlichen Klönschnack mit dem Besitzer des Anwesens inklusive Führung durch sein 7,5t-Selbstbau-WoMo-Projekt „Big Blue“. Im Hofladen haben wir uns mit Rotwein, Eiern und Nudeln, alles Bio, eingedeckt.

Uns hat diese andere Art der WoMo-Stellplätze gefallen, mal sehen ob wir in diesem Urlaub noch einen weiteren passenden Landvergnügen-Platz finden.

Stellplatz Hafeneinfahrt Dömitz

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Letzter Nachtrag: Dieser WoMo-Stellplatz hat das Potential uns zumindestens in nächster Zeit an Freitagen als Stammgast zu sehen. Grund ist der Betreiber, das Restaurant des Dömitzer Hafenhotels mit seinen leckeren, regelmäßigen Themenbuffets immer am Freitag. Bisher waren wir zwei Mal mit dem WoMo dort – und waren beide Male pappsatt und froh, Sofa sowie Schlafmöglichkeit in direkter Nähe zu haben.

Trotzdem lohnt sich die Anreise natürlich auch an anderen Tagen, Dömitz hat eine interessante Altstadt zum spazieren gehen, auf den Elbdeichen kann man auf beiden Seiten wunderbar Fahrrad fahren und die Festung ist auch einen Besuch wert. Falls die Bilder in der Galerie den Eindruck machen, man würde dort mit dem WoMo an der Strasse stehen – dieser Eindruck täuscht, diese „Straße“ ist der Bahndamm zur ehemaligen Dömitzer Eisenbahnbrücke:

Quelle: Google Maps
Quelle: Google Maps

Campingpark Gartow

Vorletzter Nachtrag: Eigentlich sollte dieser Bericht hier unter der Überschrift „Womo-Stellplatz Hitzacker“ stehen, eine in Eckernförde geborene Idee zu einem Minitreffen von Mitgliedern unserer lokalen Wohnmobilisten-Facebookgruppe zur Verkostung meines ersten klassisch selbstgebauten B20160603_175029 (Andere)ieres sollte dort stattfinden. Erst später bekam ich mit daß es in Hitzacker überhaupt keinen offiziellen Stellplatz gibt, sondern nur einen Parkplatz für Reisebusse und Reisemobile. Laut telefonischer Aussage einer Gemeindemitarbeiterin ist dort auch tatsächlich nur eine Übernachtung zur Wiedererlangung der Fahrtüchtigkeit erlaubt, das Aufstellen von Campingstühlen oder Ausfahren der Markise sei verbotenes Campingverhalten, und dieses Verbot würde vom Ordnungsamt Hitzacker notfalls auch durchgesetzt werden. In einschlägigen Internetforen hatte ich schon ähnliches gelesen – damit war Hitzacker als Treffpunkt gestorben, da wir keine Lust hatten dort unter Umständen vertrieben zu werden musste auf die Schnelle ein Ersatz her. Da ich das Bier nicht weit durch die Gegend fahren wollte mußte er aber in der Nähe sein…

Es wurde Gartow, genaugenommen der Campingpark Gartow. Für uns eine fürchterlich aufwändige Anfahrt – rund sieben Kilometer von unserem Zuhause weg, auf der Hinfahrt kam der Motor unseres Womos nur auf Betriebstemperatur weil wir etwas vergessen hatten und die Strecke zwei Mal fuhren… 🙂
20160603_160804 (Andere)Das letzte Mal war ich als Schüler auf diesem Platz, deshalb bestand er in meiner Erinnerung nur aus einer großen Wiese mit Zelten drauf. Irrtum, mag sein daß er das vor einer halben Ewigkeit mal war, inzwischen ist das ein schicker, parkartig angelegter Campingplatz der aus meiner Sicht keinen Vergleich mit Womo-Stellplätzen aus der Kategorie „Top-Platz“ zu scheuen braucht. Es gibt mehrere großzügige Wiesen, aber auch mit Waldstreifen abgeteilte Platzbereiche mit 4 bis 20 Parzellen, so kommt nie das Gefühl auf daß man auf einem wirklich großen Campingplatz ist. Sogar eine platzweite TV-Signalverteilung gibt es, zwar noch(?) analog, aber immerhin. Einzig die WoMo-Entsorgung könnte etwas besser befahrbar sein, aber da die Anlage seit kurzem einen neuen Betreiber hat wird sich hier sicherlich auch noch etwas tun.

Schnupperwoche an der polnischen Ostseeküste

Ich habe hier im Blog in letzter Zeit ein wenig geschludert, ich muss noch einige Womo-Reiseberichte und Stellplatzerfahrungen auf digitalem Papier festgehalten. Hier der zweite „Nachtragsbeitrag“:

Um gleich zum Anfang die gängigsten Klischees zu bedienen:

  • Nein, das WoMo wurde uns nicht geklaut.
  • Ja, die Strassen sind meistens schlechter als bei uns. Wir sind in D allerdings auf bestem Wege das Niveau anzupassen.
  • Nein, die Polen sind nicht nur am faulenzen, im Gegenteil.
  • Ja, es gibt dort im Supermarkt mehr Wodkasorten als bei uns Mineralwassersorten.

„Schnupperwoche an der polnischen Ostseeküste“ weiterlesen

Altwarp – WoMo-Stellplatz am Stettiner Haff

Ich habe hier im Blog in letzter Zeit ein wenig geschludert, ich muss noch einige Womo-Reiseberichte und Stellplatzerfahrungen auf digitalem Papier festgehalten. Hier nun mein erster „Nachtragsbeitrag“:

P1140543Wer einen ruhigen und stillen Ort zum herunterkommen sucht ist hier genau richtig. Hier gibt es keinen Durchgangsverkehr, von den paar Wohnmobilisten und Bootsbesitzern abgesehen keine Touristenströme – und nicht einmal mobiles Internet, da die in Deutschland verwendeten LTE-Frequenzen in Polen noch weiterhin für Analog-TV genutzt werden gibts in Grenznähe bei allen Netzbetreibern maximal 3G. „Altwarp – WoMo-Stellplatz am Stettiner Haff“ weiterlesen